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Partnerschaftsfest: Schuldzuweisungen statt Lösungen

Rosdorfer Rat Partnerschaftsfest: Schuldzuweisungen statt Lösungen

Erneut hat sich die Politik nicht darauf verständigen können, wie die Kosten des Festes zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Rosdorf und Zubri im kommenden Jahr gesenkt werden könnten. Dabei haben beide Gruppen – SPD/Linke und CDU/Grüne – eben dieses Ziel. Wie das erreicht werden kann, darüber sind sie unterschiedlicher Auffassung.

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So viel steht fest: 827 Kilometer legen die Gäste aus Zubri zurück, um das Fest in Rosdorf zu besuchen. Alles andere ist unklar.

Quelle: CH

Rosdorf. Eine verfahrene Situation, die in der Ratssitzung am Montagabend erneut zu einer hitzigen Debatte voller beiderseitiger Schuldzuweisungen führte. Die Kernfrage dabei: Benötigt man zur Lösung des Problems eine Kommission?

CDU und Grüne sagen ja. Dieter Eikenberg (Grüne) warb denn auch noch einmal vehement für diesen Antrag, „um die Kostenexplosion in den Griff zu bekommen“. Wenn es schlecht laufe und Zuschüsse nicht bewilligt würden, müsse die Gemeinde immerhin bis zu 50 000 Euro für das Fest aufbringen – viel zu viel und fast das Vierfache von dem, was der Rat einst dafür eingeplant habe. Daher müsse die Kommission („eine kleine Gruppe mit Delegierten aus dem Rat“) nun das erledigen, was längst hätte getan werden müssen: nach Einsparmöglichkeiten suchen. Allerdings dürfe kein Gast aus Zubri wieder ausgeladen werden, der sich bereits angemeldet habe, betonte Eikenberg.

„Wir lehnen den Antrag ab“, entgegnete Jörg Kunkel (SPD). Schließlich könne man auch im nächsten Finanzausschuss darüber beraten, wie die Kosten gesenkt werden könnten. „Dafür gibt es Ausschüsse.“ Zudem werde auf diesem Weg die Öffentlichkeit von Anfang an beteiligt. Und was die Forderung von CDU und Grünen anbelange, niemanden auszuladen: „Das wollen wir auch.“ Allerdings sei eine Schmerzgrenze erreicht. Falls die Zuschüsse nicht fließen sollten, müsse ein Plan B her.

„Das ist ein bisschen spät“, entgegnete Eikenberg: „Ich fordere seit einem Jahr einen Plan B, werde aber von allen ignoriert.“ Im Übrigen werde natürlich auch die Kommission ihre Ergebnisse öffentlich präsentieren. Darauf verwies auch Gerhard Winter (CDU). Es sei ihm ferner ein besonderes Anliegen, ein optimales Programm für das Fest auf die Beine zu stellen. Schließlich sei die Partnerschaft „ein kultureller Leuchtturm, wie ihn Rosdorf noch nicht gesehen hat“. Jetzt gelte es zu prüfen, wo man sparen könnte, „ohne das gute Programm zu ändern“. Das sei mit einer Kommission am besten zu erreichen.

„Ich verstehe die Aufregung nicht. Wir haben nichts gegen die Partnerschaft“, entgegnete Sören Steinberg (SPD). Aber die Beratungen müssten wie in vergleichbaren Fällen üblich im Fachausschuss laufen. Überdies verstehe er nicht, wie CDU und Grüne sparen wollten, wenn sie gleichzeitig alle Sparmöglichkeiten von vornherein ausschließen würden. „Das ergibt doch keinen Sinn.“

Dieser Satz hätte auch für die gesamte Diskussion stehen können. Am Ende jedenfalls bügelten SPD und Linke den Antrag von CDU und Grünen geschlossen mit 14 zu zwölf Stimmen ab.
Die nächste Runde in der Debatte wird nun also im Finanzausschuss eingeläutet. Ein Sparkonzept für das Fest am 9. Mai gibt es weiterhin nicht.

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Finanzierung nicht geklärt

Viel Worte um nichts: Ein Kontrollgremium für die Finanzierung des Festes zum 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Rosdorf und Zubri im kommenden Jahr wird es vorerst nicht geben. Ein entsprechender Antrag der Gruppe CDU/Grüne wurde im Kulturausschuss jetzt mit drei zu drei Stimmen abgelehnt. Nun muss der Rat Anfang November entscheiden.

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