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Partys, Straßenglätte und Zugverspätungen

Silvester 2009 Partys, Straßenglätte und Zugverspätungen

Schnee, Glatteis, viele Partys und Feuerwerk: Der Silvestertag hat Polizei und Feuerwehr zahlreiche Einsätze beschert. Bei Northeim starb in der Neujahrsnacht ein 19-Jähriger auf schneeglatter Straße. Vereiste Oberleitungen sorgten für Probleme im Zugverkehr zwischen Göttingen und Hannover.

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Kasseler Landstraße: Feuerwehr befreit Fahrer.

Quelle: Rampfel

Mit Schneefall am Donnerstagnachmittag begann in der Region das Silvesterfest. Auf der Bundesstraße 3 bei Edesheim starb in der Nacht ein 19-Jähriger auf schneeglatter Straße. Nach Darstellung der Northeimer Polizei hatte der auf dem Rücksitz mitfahrende Dasseler sein Handy in der Hoffnung auf einen besseren Empfang aus dem Fenster gehalten und dabei verloren. Als er auf der verschneiten Fahrbahn danach suchte, erfasste ihn gegen zwei Uhr am Neujahrsmorgen ein Auto, dessen Fahrer nicht mehr bremsen konnte. Der junge Mann erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Die Auswirkungen des winterlichen Wetters auf den Straßenverkehr hielten sich ansonsten zumindest im Bereich Göttingen in Grenzen. Bei fünf Verkehrsunfällen war Straßenglätte im Spiel. Ein Taxifahrer landete an der Kasseler Landstraße stadteinwärts an einem Baum. „Nicht angepasste Geschwindigkeit“ lautete die von der Polizei übermittelte Unfallursache. Der Mann wurde leicht verletzt und konnte sich nicht aus eigener Kraft aus seinem Wagen befreien, was zu einem größeren Hilfseinsatz von Polizei und Feuerwehr führte.

Mehr als 200 Notrufe ereilten die Polizei Göttingen in der Silvesternacht. Daraus seien 130 Einsätze „wegen feierbedingter Lärmbelästigungen, Beschwerden über über das Abbrennen von Feuerwerkskörpern sowie Streitigkeiten und kleinen Rangeleien“ im Zuge von Silvesterfeiern entstanden. So beschossen etwa Unbekannte die Garagentore einer Kfz-Werkstatt am Maschmühlenweg mit Raketen. Einige durchschlugen das Plexiglas und setzten Gegenstände in Brand. Die Bilanz von Mark-Oliver Böttcher, Dienstabteilungsleiter in der Einsatzzentrale der Polizei: „Das war eine lebhafte Silvesternacht.“

Genug zu tun hatten auch die Rettungskräfte. 60 Einsätze in sechs Stunden registrierte die Leitstelle der Göttinger Berufsfeuerwehr, „vor allem Hilfeleistungen für alkoholisierte Menschen“, berichtet Hauptbrandmeister Axel Hoffmeister. Auffällig sei dabei vor allem die Anzahl junger Menschen, die in Stadt und Landkreis eingesammelt und zur ärztlichen Versorgung ins Krankenhaus gebracht werden mussten.
Nicht nur Autofahrern, auch Bahnreisenden bereitete der Wintereinbruch am Donnerstag Probleme. Vereiste Oberleitungen führten zu Verspätungen im ICE- und Regionalverkehr. Beide Strecken zwischen Göttingen und Hannover waren betroffen, acht Züge entfielen. „Wir mussten in Richtung Kreiensen zum Teil Busse einsetzen“, berichtet Egbert Meyer-Lovis, Sprecher der Bahn in Niedersachsen. Am Silvesterabend seien die Schäden jedoch behoben gewesen.

Sieben Zentimeter Schnee sind nach Messung der Wetterwarte Göttingen binnen 24 Stunden gefallen. Das winterliche Wetter werde wohl auch in den nächsten Tagen anhalten, sagt Matthias P. Hans, Leiter der Wetterwarte in Geismar.„Und es wird noch kälter. Wir erwarten bis zu minus zehn Grad in wolkenlosen Nächten.“ Die Kaltluft aus Skandinavien habe sich durchgesetzt. Nicht nur am Wochenende, auch in der kommenden Woche bleibe es frostig. „Wir haben eine winterliche Wetterlage, wie es sie in den vergangenen Jahren nicht oft gegeben hat.“

Von Katharina Klocke

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