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Pflanzenbörse Eddigehausen: Kakteen und Informationen

„Man braucht ja wieder Platz im Garten“ Pflanzenbörse Eddigehausen: Kakteen und Informationen

In Eddigehausen kommen die Pflanzen zum Haus.  Diese Umschreibung fand Karl-Aloys Bütefisch vom Dorfverschönerungsverein für die Pflanzenbörse. Rund 30 Dorfbewohner hatten ihre Gärten „gekehrt“ und überflüssige Pflanzen auf der Börse angeboten.

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An der Adolf-Kierschke-Halle in Eddigehausen: Gartenfans finden bei der Pflanzenbörse neues Grün und Kontakte.

Quelle: Heller

Eddigehausen. Fast ein Urwald wuchs zu Beginn der Börse an der Adolf-Kierschke-Halle. Anderthalb Stunden später war der Reichtum an Pflanzen schon recht übersichtlich. Mindestens das doppelte Angebot habe es gegeben, erzählte Bütefisch.

Viele Dorfbewohner hätten die Gelegenheit genutzt, sich mit neuen Pflanzen für ihren Garten einzudecken. Auch aus dem Neubaugebiet gegenüber seien einige Zugezogene zur Börse gekommen. Gerade sei mancher Garten so weit, dass eine Erstausstattung an Bepflanzung anstehe.

„Man kann die Pflanzen kostenlos loswerden, man kann sie auch kostenlos mitnehmen“, hob Bütefisch die Vorzüge der Börse hervor. Sie biete nicht nur die Möglichkeit, Pflanzen zu tauschen, sondern auch dazu, Erfahrungen beim Gärtnern auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Sogar aus anderen Dörfern seien Gartenfans nach Eddigehausen gekommen. Mancher Besucher suchte nach etwas Besonderem, und wer eine Pflanze nicht kannte, konnte sich bei anderen informieren. Irmela Bütefisch zum Beispiel hatte ein großes Pflanzenbuch dabei.

Margret Brakemeier ergatterte ein Exemplar Salomonssiegel, auch Weißwurz. Schon mehrfach habe sie sich die Pflanze, die Halbschatten liebe, von einem Versand schicken lassen. Nie sei etwas daraus geworden, erzählte sie. Nun will sie es mit einem Exemplar von der Pflanzenbörse aus dem Dorf versuchen.

Nicht Stauden sondern eine Galerie an Kakteen hatte ein Anbieter bei der Pflanzenbörse im Sortiment, so Bütefisch.Doch die Stachelköpfe seien gut weggegangen. Auch Karin Jäger ergatterte einen Kaktus – für ihren Sohn. Der liebe Kakteen, sagte sie. In einer Schubkarre transportierte sie ihre „Beute“, den Kaktus und dazu zwei Stauden, nach Hause.

Wie in jedem Jahr hatte sie selbst zuvor gut 70 Pflanztöpfe mit der Karre die rund 150 Meter von ihrem Haus zur Adolf-Kierschke-Halle gebracht. „Man braucht ja wieder Platz im Garten“, sagte sie. Den hat sie nun: Fast alle ihre Pflanzen fanden einen Abnehmer.

Von Ute Lawrenz

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