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Planungszuschuss für großes Güterverkehrszentrum

Logistik-Branche Planungszuschuss für großes Güterverkehrszentrum

Die Bauleitplanung für ein großes Gewerbegebiet zwischen Lenglern und Holtensen wird jetzt in Angriff genommen. Die zentrale Lage in Europa soll genutzt werden, um die Region als Logistik-Standort zu stärken. Der Göttinger Kreistag billigte bis zu 100000 Euro Zuschuss an den Flecken Bovenden.

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Auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen zwischen Holtensen und Lenglern könnte – bei entsprechender Nachfrage – ein großes Gewerbegebiet entstehen – als Erweiterung des Güterverkehrszentrums Göttingen. Überlegungen von Planer halten einen Logistik-Standort mit bis zu 130 Hektar Größe für möglich. Ein Vorzug des Standortes ist die Nähe der Bahnstrecke Göttingen–Bodenfelde. 

Entwürfe liegen schon in der Schublade. Mit Blick auf das potenzielle Gewerbegebiet hatte sich der Landkreis bereits an der Finanzierung der Holtenser Umgehung beteiligt. Jetzt bewilligte der Kreistag einstimmig bis zu 100000 Euro als Zuschuss an die Gemeinde Bovenden für vorbereitende Planungen. Voraussetzung ist, dass Flächensicherung und Bauleitplanung für einen ersten Abschnitt von 41 Hektar laut Beschluss bis zum 1. August 2010 abgeschlossen sind.

EU-Fördermittel

Der Flächennutzungsplan muss geändert und ein Bebauungsplan muss aufgestellt werden. 2008 wurde der Standort in Konkurrenz unter anderem zu Northeim als Ziel im Landesraumordnungsprogramm aufgenommen. Die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) drängt zur Eile, da Investitionen bis zum Ende der EU-Förderperiode 2013 abgerechnet werden müssten, um Geld vom Land zu bekommen. 

Die Gemeinde Bovenden sieht nicht solch einen zeitlichen Druck. Noch sei nichts entschieden, sagte Bovendens Bürgermeisterin Heidrun Bäcker (SPD), „die Beratungen beginnen erst“. Die Planungshoheit liege allein bei der Gemeinde. Voraussetzung sei die Entscheidung, dass sich der  Kreis beteilige. Die Gemeinde könne nicht bei einem Projekt von überregionaler Bedeutung alleine ins Risiko gehen. Wichtig sei die Bauleitplanung, die Erschließung brauche erst in Angriff genommen werden, wenn es Ansiedlungswillige gebe. Auch nach 2013 würden große Vorhaben sicherlich gefördert. Mit der Stadt Göttingen gebe es noch erheblichen Abstimmungsbedarf. 

Stadt und Landkreis sowie Gemeinden setzen trotz Wirtschaftsflaute auf eine wachsende Logistik-Branche und wollen von der zentralen Lage und der neuen A38 profitieren. Rund 80 Hektar Gewerbeflächen – darunter eine bis zu 27 Hektar große zusammenhängende Fläche – in Friedland, Rosdorf, Nörten-Hardenberg, Bovenden, Hedemünden und  das Güterverkehrszentrum (GVZ) Göttingen für den kombinierten Straße-Schiene-Verkehr stehen bislang zur Verfügung.  

In Bovenden/Lenglern rechnet der Kreis mit bis zu 3200 Arbeitsplätzen. Eile sei geboten, bevor andere das Potential abschöpften, sagte Landrat Reinhard Schermann (CDU) im Kreistag. Es sei eine riesige Chance, alle profitierten.

Von Gerald Kräft

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