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Polit-Streit zu Katzenleid und Hundekot

Debatte über Kastrationspflicht und Tüten-Automaten Polit-Streit zu Katzenleid und Hundekot

Tierschützer sind sie irgendwie alle. Und sie alle sorgen sich um frei lebende Katzen in Göttingen. Die werden offenbar immer mehr, sind unterernährt und krank. Über den Weg, ihnen zu helfen, gibt es allerdings Streit. Tierschutzorganisationen und die CDU im Rat der Stadt wollen eine Zwangssterilisation durchsetzen.

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Katze in Göttingen: Viele sind krank und unterernährt.

Quelle: BB

Stadtverwaltung, die meisten anderen Parteien und gar der Göttinger Tierschutzverein sind dagegen. Heute diskutieren die Politiker im Umweltausschuss des Rates über den CDU-Antrag.

Das Katzenhaus Luttertal und private Initiativen haben die CDU auf den Plan gerufen. Sie beobachten, dass in Göttingen immer mehr Katzen verwildern. Ohne ein Zuhause finden sie nicht genügend Nahrung. Viele von ihnen leiden an Krankheiten. Und sie vermehren sich in großer Zahl. Andere Länder und Kommunen haben schon reagiert: In Paderborn und Delmenhorst fangen Tierschützer wilde Katzen ein, lassen sie sterilisieren und schicken sie dann zurück in die Freiheit. Köln oder das Land Belgien wollen nachziehen.

Für Göttingen regt die CDU eine Verordnung an. Danach sollen Katzenhalter verpflichtet werden, ihre Tiere zu kennzeichnen und zu kastrieren, wenn sie sie ins Freie lassen. Diese Pflicht soll auch für streunende Tiere gelten, die von jemandem im öffentlichen Raum gefüttert werden. Letzteres stößt wiederum auf heftige Kritik – derjenige müsste dann die Kosten tragen. Die anderen Ratsparteien und die Verwaltung setzen eher auf Aufklärung. Allein der Verwaltungsaufwand zur Kennzeichnungspflicht und einer Kastrations-Kontrolle sei zu groß.

Abhaken will die Verwaltung heute auch einen CDU-Antrag zum Thema Hundekot. Die Fraktion hatte sich dafür eingesetzt, Tüten-Automaten zum Entfernen des Hundekots in Göttingen aufzustellen. Solche Versuche seien in der Vergangenheit jedoch gescheitert, so die Verwaltung. Der Ausschuss, in dem es auch um die künftige Berechnung der Kanalgebühren für Göttinger Haushalte geht, tagt heute ab 16 Uhr im Neuen Rathaus.

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