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Polizei in „sehr, sehr starker Zahl“

Straftaten Polizei in „sehr, sehr starker Zahl“

Mit bis zu 1500 Teilnehmern rechnet Polizeipräsident Hans Wargel  bei den heutigen beiden Aktionen gegen eine Rechtsextremisten-Kundgebung in Friedland. Dabei kommen die, die den Protest ausgelöst haben, voraussichtlich gar nicht. Der geplante deutsch-russische Friedensmarsch einer als rechtsextrem und der NPD nahestehenden Spätaussiedlergruppe ist verboten worden. „Wenn doch Rechtsextremisten kommen wollten, würden wir das verhindern“, verspricht Wargel.

Dennoch habe die Polizei „kein freies Wochenende“. Die Teilnehmer einer angemeldete Demonstration einer autonomen Gruppe aus Göttingen, deren bis zu 500 Teilnehmer „wir als linksextremistisch bewerten“, so Wargel, seien „erfahrungsgemäß gewaltbereit oder zu Gewalt geneigt“. Das ließe sich aus den Aufrufen schließen, die an die aus dem Ruder gelaufene Anti-NPD-Demonstration im Herbst 2005 mit brennenden Barrikaden und gewalttätigen Übergriffen anknüpfen. Um Straftaten zu verhindern, werde die Polizei „in sehr, sehr starker Zahl“ (Inspektionsleiter Thomas Rath) zugegen sein. 

Konkret wird es zum einen eine von der Polizei als friedlich erwartete Kundgebung auf der so genannten Eselwiese vor dem Heimkehrerdenkmal auf dem Hagen geben (11 bis 17 Uhr), die Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs angemeldet und zu der ein Friedländer Bündnis gegen Rechts aufgerufen hat. Diesem Protest wird sich voraussichtlich auch ein breites Anti-Rechts-Bündnis verschiedener Gruppen aus Göttingen anschließen.

Eine zweite, von autonomen und linken Gruppen besuchte Demo wird nach Vorstellung der Polizei in der Heimkehrerstraße zwischen Grenzdurchgangslager und Rewe-Markt konzentriert, so dass der Zugang zu diesen Einrichtungen frei bleibe. Ein Aufzug war verboten worden. Die B 27 als Autobahn-Umleitung werde frei gehalten.

Generell hält Wargel das kleine Friedland für so große Demonstrationen für „völlig ungeeignet“. Der Verkehr werde heute um den Ort herum geführt. Teils müssten Demo-Teilnehmer ihre Autos vor der Ortschaft parken.

ck

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