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Radverbot „verkehrsplanerisch unsinnig“

Berliner Straße Radverbot „verkehrsplanerisch unsinnig“

Mancher Radler ärgert sich: Wer die Radwege an der Berliner Straße befährt, kann dies auf beiden Seiten in beiden Richtungen tun. Aber nur fast: Beim bahnhofseitigem Radweg endet der Gegenverkehr an der Godehardstraße mit einem Verbotsschild für Radfahrer.

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Wird konsequent ignoriert: Durchfahrtsverbot für Radfahrer ab der Godehardstraße Richtung Weender Tor.

Quelle: CR

„Verkehrsplanerisch einfach unsinnig“, findet es Tageblatt-Leser Andreas Stumper aus Bovenden, den Radweg ab Groner Tor bis zur Godehardstraße freizugeben, ab dort aber das letzte Stück in Richtung Weender Tor zu sperren. „Natürlich“, sagt Stumper, fahren viele Radler Richtung Weender Tor einfach weiter, statt regelkonform für das kurze Stück auf die Gegenseite der Straße zu wechseln nur um dann erneut an der Kreuzung mit der Weender Landstraße auf die Ampel zu warten, um beispielsweise auf den Campus zu gelangen. „Schauen Sie doch mal, wie Gruppen von 20 Radfahrern gleichzeitig dieses Schild missachten“, sagt Stumper: „Da muss man kein geschulter Verkehrspsychologe sein, um zu wissen, dass das nicht funktioniert.“

Das Verbotsschild, meint die Stadt, steht da, wo es steht, nicht ohne Grund, meint die Göttinger Stadtverwaltung. „Vom Weender Tor“, sagt Stadt-Sprecher Detlef Johannson, „gehen vielfältige und stark genutzte Radverkehrsverbindungen aus.“ In dem Abschnitt mit zwei Gerichtsgebäuden, dem Versicherer VGH und einem weiteren Bürogebäude sei der Raum für Begegnungsverkehr zu beengt: „Deshalb die Ausschilderung.“

Zwar räumt Johannson ein, dass die Göttinger Radfahrer ihre eigene Auffassung darüber hätten, inwieweit Verkehrsregeln für sie verpflichtend seien, aber: „Uns ist eine präventive, auf mehr Sicherheit setzende Ausschilderung lieber.“ Außerdem habe es wegen des Schildes mit Ausnahme von Tageblatt Leser Stumper „keine, aber auch gar keine“ Beschwerden gegeben.

Der hingegen sieht angesichts des konsequenten Ignorierens des Verbots dessen Unsinnigkeit als erwiesen an. Stumper: „Da hilft es auch nicht, alle paar Monate in einer Großaktion ertappten Radlern 15 oder 20 Euro abzuknöpfen.“

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Von Matthias Heinzel

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