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Rastplatz-Boom an der A 7, Verbalschläge zum Wahlkampf

Wochenendkolumne Rastplatz-Boom an der A 7, Verbalschläge zum Wahlkampf

Seit dieser Woche steht nun fest, wer zur Kommunalwahl am 11. September in das Rennen um das Amt des Landrates von Göttingen geht.

Bekannt waren schon Dinah Stollwerck-Bauer, derzeit Bürgermeisterin von Adelebsen, die für die CDU antritt. Offiziell wird die Partei darüber am 3. März entscheiden. Für die Sozialdemokraten ist es Bernhard Reuter, Noch-Landrat von Osterode. Auch hier muss seine Partei noch abnicken – am 26. Februar ist das geplant. Für die Grünen wurden in dieser Woche die Dezernentin des Landkreises, Christel Wemheuer, ins Rennen geschickt. Was man nicht so wörtlich nehmen darf. Denn dem Vernehmen nach wollte sie eher nicht zum Laufen gebracht werden. Doch wie das im Landkreis Göttingen nun mal so ist: Dort haben seit vielen Jahren Schwarz und Grün eine Koalition. Da müssen die Grünen jetzt einmal den Schwarzen helfen.

Denn wenn die Bürger in sieben Monaten den Nachfolger von Landrat Reinhard Schermann wählen (und diese Personalentscheidung wird wohl den gesamten Kommunalwahlkampf dominieren), dann gibt es nur einen Durchgang. Stichwahlen wie noch bei Schermann (damals gegen Markus Hoppe, SPD) wird es dieses mal nicht geben. Das hat der Gesetzgeber abgeschafft. Einer der Bewerber muss es also im ersten Durchgang schaffen. Wobei die Wahlstrategen der Schwarzen sich gedacht haben: Wenn die Grünen selbst eine Kandidatin aufstellen, so entzieht das den Sozialdemokraten mögliche Stimmen. Also tritt Wemheuer an, um den Sozialdemokraten zu schaden. Oder andersherum: Wer in diesem Fall Grün wählt, wählt eigentlich Schwarz. Denn dass Wemheuer auch nur die geringste Chance auf eine Stimmenmehrheit im Kreisgebiet hat, das glaubt ernsthaft niemand.

Dafür haben sich die Parteien schon mal die ersten verbalen Rundumschläge verpasst, deren Niveau keine große Freude in der Redaktion darüber aufkommen lässt, was uns so in den nächsten Monaten wohl erwartet. Da schlägt die CDU auf Reuters Bewerbung ein, und wirft ihm vor, seinen eigenen Landkreis nicht ordentlich geführt zu haben. Die Sozialdemokraten konterten damit, dass Stollwerck-Bauer eine Notlösung sei und wohl überfordert sei mit den Aufgaben eines Landrates. Nur Wehmheuer wird in Ruhe gelassen – logischerweise. Deren Kandidatur nimmt ja auch keiner so recht ernst.
Die Bürger interessiert diese Personaldebatte derzeit ohnehin noch nicht besonders. Dafür gibt es andere Aufregerthemen zuhauf. Etwa die von zwei Rastplätzen für Lastwagen neben der A 7. Von diesen Plänen erfuhren die Beteiligten, also auch der Grundbesitzer, quasi erst aus dem Tageblatt.
Oder die von vielen mit echtem Bedauern zur Kenntnis genommene Schließung des historischen Sternkinos in Göttingen, das nach fast 65 Jahren am 14. Februar endgültig zumacht. Das Haus ist verkauft und wird einigen modernen Stadtvillen weichen. Da trösten wir uns nur ein wenig damit, dass unser Tageblatt-Film über die 50er Jahre in Göttingen zum Abschiedsprogramm des Sterntheaters gehört (das in dem Film natürlich auch vorkommt und in seiner Blütezeit vorgestellt wird). Der Andrang auf den Abschiedsabend wird groß sein, das ist schon sicher.
Ebenso sicher wie der Andrang, der am heutigen Sonnabend in der Berufsbildenden Schule II (Godehardstraße 11) erwartet wird. Im zehnten Jahr findet dort die Göbit statt, der Göttinger Berufsinformationstag, wo man zwischen 10 und 15 Uhr mehr als 4000 Besucher an den 113 Ständen erwartet. Gute Chancen, sich über Berufe aller Art zu informieren, werden gerne genutzt.
Wer sich lieber unterhalten lassen will, hat andere Möglichkeiten: Etwa bei den gestern gestarteten Figurentheatertagen in der Stadt – oder der Buchmesse, die zum ersten Mal in Göttingen geboten wird ­– ab Montag, 17 Uhr, im Kaufpark. Das Tageblatt ist selbstverständlich auch dabei: mit einem Stand, unserer lokalhistorischen Bücher-Reihe und natürlich den mittlerweile fünf Göttingen-Filmen aus eigener Produktion.

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