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Rat Gleichen analysiert seine fünf Grundschulen

Zukunft der Schulen Rat Gleichen analysiert seine fünf Grundschulen

Die Diskussion um die Gleichener Grundschulen ist „wieder einen Schritt weiter gekommen“, sagt Gemeindebürgermeister Heinz-Jürgen Proch (SPD). Moderiert und wissenschaftlich angeleitet hatten der Ratspolitiker kürzlich in geschlossener Runde versucht, ihre fünf Grundschulen nach Qualitätsstandards zu bewerten. Ergebnis: „Alle Schulen haben sehr gut abgeschnitten und liegen dichter beieinander als viele erwartet hatten“, so Proch. Eine Entscheidung über künftige Standorte gebe es aber noch nicht. Am Sonntag treffen sich Elternvertreter, Ortsbürgermeister, Vertreter der Ratsfraktionen und interessierte Bürger zu einer ganztägigen Zukunftswerkstatt im Waldschlösschen, um die „Schule(n) der Zukunft in Gleichen“ zu suchen.

Die Gemeinde Gleichen ringt um ihre Grundschulen. Es werden immer weniger Kinder eingeschult, immer mehr Schulen müssen Jahrgänge zusammenfassen und die finanzschwache Gemeinde kann die Kosten kaum noch tragen. Nach sehr emotional geführten Diskussionen in der Anfangsphase um Schulschließungen, wird inzwischen sachlicher und strategischer debattiert. Dabei ist klar, dass Gleichen langfristig keinesfalls alle fünf Grundschulen halten kann und das bei Schließungen möglichst schrittweise vorgegangen werden soll. Offen ist, ob zwei oder drei Schulen aufgegeben werden und in welcher Reihenfolge Standorte aufgegeben werden sollten – und vor allem welche.

Vor diesem Hintergrund hat der Rat in seiner zweiten Klausur mit Hilfe eines Uni-Pädagogen die Schulen genauer unter die Lupe genommen. Dabei seien die Einrichtung nach verschiedenen Kriterien wie Entfernung und Schülerbeförderung, Bauzustand, Unterhaltungsaufwand und Energiestandard eingestuft worden. Diese seien dann noch unterschiedlich gewichtet worden, so Proch. So habe der Faktor Schülerbeförderung einen geringeren Punkte- oder Stellenwert als das Kriterium Unterhaltungsaufwand. Die zentrale Frage des Verfahrens: „Welche Potenziale hat die Schule für eine oder ihre Zukunft?“ Und dabei habe sich – überraschend – gezeigt, dass alle „dicht beieinander liegen“, so Proch. Details dazu verrät er nicht.

In einer Vorrunde hatten der Rat bereits festgestellt, dass die Gemeinde sicher nicht alle fünf Grundschulen langfristig halten könne. Vom Tisch ist aber auch der Vorschlag, alle Standorte aufzugeben und eine große neue Schule an zentraler Stelle zu bauen. Als Zeitpunkte für mögliche Schließungen sind die Jahre 2015 und 2020 im Gespräch. In der Sorge um ihre Schule sind inzwischen auch Eltern und Bürger ohne Ratsmandat aktiv. Eine Initiative aus Bremke hatte mit Unterstützern aus anderen Dörfern zunächst eine offene Diskussion organisiert, jetzt folgt eine Zukunftswerkstatt im Waldschlösschen – finanziert von der Bildungseinrichtung.

Von Ulrich Schubert

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