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Rat will „Heft in der Hand behalten“

Windkraftanlagen Rat will „Heft in der Hand behalten“

Den Abschluss eines städtebaulichen Vertrags mit der Firma von Helmolt Consult zur Entwicklung von Windenergieanlagen im Stadtgebiet hat der Ausschuss für Stadtplanung und Bau dem Rat der Stadt Hardegsen empfohlen.

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Mit F-Plan: Durch die Ausweisung von Vorranggebieten sind Windparks wie hier im Kreis Cuxhaven nicht überall möglich.

Quelle: DPA

Hardegsen. Für die Erstellung eines Flächennutzungsplans (F-Plan) mit Vorraggebieten für Windkraft soll sich die Stadt aber das Recht vorbehalten, die Gutachter zu bestimmen. Nicht einverstanden zeigten sich die Ausschussmitglieder mit der Vorab-Festlegung auf eine bestimmte Höhe. Von Helmolt Consult hatte gefordert, auf die Höhenbegrenzung für Windräder zu verzichten. Anlagen mit 100 Metern Gesamthöhe, wie bislang im F-Plan festgelegt, könnten nicht wirtschaftlich betrieben werden und entsprächen nicht mehr der technischen Entwicklung. Üblich sei gerade im Binnenland eine Gesamthöhe von maximal 200 Metern. Die Ausschussmitglieder waren aber der Meinung, dass nicht alle Anlagen so hoch sein müssten.

Schon seit 2011 ist die Stadt im Gespräch mit dem Unternehmen von Helmolt Consult für Standort- und Projektmanagement und Projektentwicklung. Vor einer Entscheidung für den Abschluss eines Vertrags hätten sich Verwaltungsausschuss wie Rat für die Information der Bürger ausgesprochen, berichtete Bürgermeister Dieter Sjuts (parteilos). Außer dem Steinfurter Unternehmen gebe es niemanden, der den F-Plan kostenlos für die Stadt entwickeln würde, setzte er der Forderung nach weiteren Angeboten entgegen. Etwa 80 000 bis 100 000 Euro betragen die Kostenfür den F-Plan. Obwohl die Firma diesen Betrag übernehme, behält der Rat, so Sjuts, „das Heft in der Hand“. Die Planungen würden auch in den Ortsteilen besprochen.

„Wenn wir wissen, was Vorranggebiet sein könnte, könnten wir über die Höhenbegrenzung entscheiden“, argumentierte Susanne Janssen (SPD) gegen eine generelle Aufhebung derselben. Zu riesenhaft stellt sie sich beispielsweise 200 Meter hohe Windkraftanlagen auf der Kuppe bei Lichtenborn vor. Auch das reiche Hardegser Vogelaufkommen mit Rotem Milan, Uhu und Schwarzstorch spreche gegen zu viel Windkraft. Manche Anlage sei deshalb kaum genehmigungsfähig. Einen großen Vorteil eines F-Plans strich Sjuts heraus: In dem Plan können Vorrranggebiete für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Ohne solche Vorranggebiete können Windräder überall aufgestellt werden.

Von Ute Lawrenz

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