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Rathaus Göttingen: Jeder fünfte Mitarbeiter hat ein Diensthandy

26 700 Euro Mobilfunkkosten Rathaus Göttingen: Jeder fünfte Mitarbeiter hat ein Diensthandy

Nicht alle Mitarbeiter von Verwaltungen sitzen den ganzen Tag am Schreibtisch. Einige haben viel im Außendienst zu tun. Andere müssen auch nachts erreichbar sein. Mitarbeiter wie diese bekommen ein Diensthandy oder ein Laptop – so auch bei der Göttinger Stadtverwaltung.

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Göttingen. Das kostet nicht nur Geld bei der Anschaffung. Die Geräte verursachen auch laufende Kosten. So zahlte die Stadt zum Beispiel allein im vergangenen Jahr 26 700 Euro für die Mobilfunkgespräche ihrer Mitarbeiter – inklusive mobiler Internetanwendungen.

In den Jahren 2011 und 2010 waren es jeweils sogar 35 400 beziehungsweise 38 200 Euro. Das teilt Stadtsprecher Detlef Johannson auf Tageblatt-Anfrage mit.

Die Höhe der Beträge ergibt sich vor allem durch die Anzahl der Geräte. Immerhin hat die Stadt Göttingen in der Kernverwaltung derzeit 349 Diensthandys ausgegeben – bei 1800 Mitarbeitern. Demnach hat etwa jeder fünfte Mitarbeiter der Stadt ein Diensthandy.

Ausgesprochen günstig

Hinzu kommen 27 Laptops und 51 Tablets, mit denen die Mitarbeiter auch außerhalb des Gebäudes ins Internet gehen können. Im März dieses Jahres kamen so Mobilfunkkosten von 2530 Euro zusammen – „im Schnitt also etwas mehr als sieben Euro pro Handy“, rechnet Johannson vor.

Diese geringen Kosten kommen vor allem wegen der guten Vertragskonditionen zustande. „Wir sind einem Rahmenvertrag des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes mit T-Mobile beigetreten.“ Alle Verträge liefen in diesem Rahmenvertrag, „mit ausgesprochen günstigen Konditionen“, erklärt Johannson.

Doch wer hat eigentlich Anspruch auf ein Diensthandy? In der Regel seien das Mitarbeiter, „die auch außerhalb ihrer Arbeitszeit und unabhängig von den an ihrem Arbeitsplatz installierten Kommunikationsmitteln erreichbar und jederzeit reaktionsfähig sein müssen“, erklärt Johannson.

Keine freie Wahl des Herstellers

Die Geräte würden zentral im Fachdienst IT unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen und technischen Gesichtspunkten gekauft. „Die Mitarbeiter haben also keine freie Wahl des Herstellers.

Ähnlich verhält es sich beim Landkreis Göttingen, wie Sprecher Marcel Riethig mitteilt. „Die Geräteauswahl für Notebooks richtet sich nach dem aktuellen Marktangebot. Die Beschaffung erfolgt zentral durch den IT-Bereich. Eine Beschränkung auf Hersteller besteht nicht.“

Die Auswahl der Mobilfunksysteme orientiere sich hingegen vorrangig an dem aktuellen Angebot des Vertragspartners.

Bessere Konditionen sichern

In diesem Punkt ist der Landkreis noch nicht so weit wie die Stadt. Riethig: „Die Kreisverwaltung hat im vergangenen Jahr mit der Konsolidierung der Mobilfunkverträge begonnen und diese inzwischen zu einem Großteil auf den bestehenden Rahmenvertrag des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (T-Mobile) umgestellt.“

Damit will sich der Landkreis bessere Konditionen sichern, um die Ausgaben weiter zu drücken. Immerhin beliefen sich die Mobilfunkkosten im vergangenen Jahr auf gut 21 000 Euro. 166 Diensthandys hatte die Kreisverwaltung 2012 in Betrieb – bei 970 Mitarbeitern. 2011 waren es nur 150 Geräte, 2010 sogar nur 131.

Die Anzahl der Diensthandys ist in diesem Zeitraum also um rund 25 Prozent gestiegen. Die Mobilfunkkosten blieben demgegenüber weitgehend stabil: 2011 waren es etwa 21 200 Euro, 2010 rund 19 400 Euro.

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