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Ratsmehrheit gegen Umgehung

Verkehrswegeplan Ratsmehrheit gegen Umgehung

Die seit Jahrzehnten geplante und umstrittene Umgehungsstraße um Dransfeld soll nach dem Willen einer Mehrheit im Dransfelder Stadtrat nicht in den neuen Bundesverkehrswegeplan 2015 bis 2030 aufgenommen werden. Grüne und CDU stimmten für den Antrag der Grünen, die Gruppe SPD/FWDG dagegen, Bürgermeister Rolf Tobien (SPD) enthielt sich. Zuletzt hatte sich der Stadtrat 2009 für eine Umgehung ausgesprochen.

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Noch keine Bebauung, aber Ablagerungen: Das Gewerbegebiet Nordost wäre einer Umgehung Dransfeld im Weg.

Quelle: Hinzmann

Dransfeld. Die eigentlich schon beerdigte Umgehung nördlich von Dransfeld war im August vom Wirtschaftsministerium als ein Projekt auf der vorläufigen Wunschliste für den kommenden Bundesverkehrswegeplan genannt worden. Dort stehen bislang 211 Straßenbauprojekte, darunter auch eine neue Autobahn vom Salzgitter-Dreieck über Holzminden bis nach Paderborn und die Südumgehung Göttingen, für die sich auch die Stadt Duderstadt einsetzt.

Das Dransfelder Projekt bleibe unter Einbeziehung eines Ratsbeschlusses weiter Gegenstand der Prüfung, erklärte jetzt die Landesstraßenbauverwaltung während einer Regionalkonferenz zum Verkehrswegeplan.

Eine Umgehung für Dransfeld bedeute unnötige Landschaftsversiegelung, schade dem örtlichen Gewerbe und bringe einen Konflikt mit dem neuausgewiesenen Gewerbegebiet Nordost, begründete Ralf Kaufmann (Grüne) den Antrag im Rat. Gerald Bindseil (SPD) wies auf die weitreichende Bedeutung der Entscheidung hin. Die Stadt vertrage so viel Verkehr nicht. Man dürfe sich keine Option in der Zukunft verbauen.

Die CDU sei ursprünglich für eine Umgehung gewesen, so Fraktionschef Jan-Thomas Geyer. Dann sei aber die ungünstigste, ortsnaheste Trasse ausgewählt worden. Die Stadt sei auf den Planungskosten größtenteils sitzengeblieben. Mit einem B-3-Kreisel am Ortseingang sei der Stadt kurzfristig besser gedient. 

Mit einem Planfeststellungsverfahren für einen Kreisel am östlichen Ortseingang kann voraussichtlich 2013 begonnen werden. Das sei Ergebnis eines Planungsgesprächs beim Landkreis am Mittwoch, berichtete Stadtdirektor Thomas Galla. Die Landesstraßenbauverwaltung, ist bereit, einen Großteil der 500 000 Euro Kosten zu übernehmen, wenn der Bund Geld bereitstelle.

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Forderung der Dransfelder CDU

Die Debatte um Bauland führt erneut zu Streit im Dransfelder Stadtrat. Nach einem Leserbrief des Ratsherrn Gerald Bindseil (parteiloses Mitglied der SPD-Fraktion) in den Dransfelder Informationen (DI) fordert die CDU seinen Rücktritt als Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses.

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