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Reformationstag, ein alljährlicher Feiertag?

Eine Umfrage auf dem Göttinger Wochenmarkt Reformationstag, ein alljährlicher Feiertag?

Zum 500. Mal jährt sich am Dienstag, 31. Oktober, der Tag, an dem Martin Luther seine Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen hat. Das Jubiläum veranlasste alle Bundesländer, den Reformationstag in diesem Jahr zum gesetzlichen Feiertag zu erklären. Sollte das so bleiben?

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Zum Gedenken an den Reformator Martin Luther soll der Reformationstag bundesweit zum Feiertag werden. Oder doch nicht?

Quelle: dapd

Göttingen. Zum 500. Mal jährt sich am Dienstag, 31. Oktober, der Tag, an dem Martin Luther seine Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen hat. Das Jubiläum veranlasste alle Bundesländer, den Reformationstag in diesem Jahr zum gesetzlichen Feiertag zu erklären. Sollte das so bleiben?

Die CDU ist der Meinung, dass Berufstätige von nun an alljährlich bundesweit an diesem Feiertag freigestellt werden sollten. Das Tageblatt befragte Besucher des Göttinger Wochenmarkt, was sie von diesem Vorschlag halten.

„Ich finde, es sollte einen Feiertag geben, egal ob Allerheiligen oder Reformationstag, sonst gibt es in Niedersachsen ja nichts“, sagt Beatrix Heller. Und auch Gottfried Rudolf meint: „Ich hätte nichts dagegen. Es wäre ein guter Ausgleich zu den katholischen Feiertagen.“

Beatrix Heller

Beatrix Heller

Quelle: Eggers

Dass Niedersachsen im Vergleich zu Bundesländern wie Bayern oder Thüringen beträchtlich weniger Feiertage hat, empfinden immer mehr Bürger als ungerecht. Allerdings dürfe der Sinn des Feiertags nicht verloren gehen, so sagt Magaretha Fröhlich. Die Einführung des Reformationstages als Feiertag mache nur dann Sinn, wenn die Menschen den religiösen Zweck dahinter verstehen würden. „Man sollte nicht Halloween zum Feiertag machen“, meint auch Friedhelm Petri. Die Mehrheit können heutzutage allerdings nur noch selten nachvollziehen, weshalb Feiertage zu Feiertagen würden. „Wer weiß heute schon noch, was an Ostern geschah?“, scherzt Fröhlich.

Edith Rohloff

Edith Rohloff

Quelle: Hausmann
Gottfried Rudolf

Gottfried Rudolf

Quelle: Eggers

„Soll ruhig eingeführt werden, aber ist mir als Rentner eigentlich egal“, kommentiert Gerhard Zingrebe den CDU-Vorschlag. Und er steht damit nicht alleine da. Wer bereits in Rente und auch nicht religiös sei, habe mit dieser Entscheidung nicht mehr viel zu tun. „Wer hat überhaupt festgestellt, dass es der 500ster Tag ist? Für mich ist es erst der 78ste“, sagt Edith Rohloff lachend.

Siegfried Lindenthal

Siegfried Lindenthal

Quelle: Hausmann
Gerhard Zingrebe

Gerhard Zingrebe

Quelle: Hausmann
Friedhelm Petri

Friedhelm Petri

Quelle: Hausmann

Was bei der Diskussion über einen zusätzlichen Feiertag häufig in den Hintergrund tritt, sind die Kosten, die ein solcher Tag für die jeweiligen Bundesländer bedeutet. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamt gehe dabei 0,1% der Jahreswirtschaftsleistung verloren. Das würde einen Verlust von 10 Milliarden Euro bundesweit bedeuten. Das ist es für Siegfried Lindenthal ein triftiger Grund, um einem zusätzlichen Feiertag eine deutliche Absage zu erteilen. „Ich finde es ausreichend, wenn es nur einmalig ist“, betont der Göttinger.

Von Madita Eggers und Lisa Hausmann

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