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Info-Tafel am Göttinger Bahnhof ignoriert Überlandbusse

Nur Stadtbus-Abfahrten digital und schnell Info-Tafel am Göttinger Bahnhof ignoriert Überlandbusse

Der Service ist gut, eigentlich sogar sehr gut: Wer am Göttinger Bahnhof mit dem Zug ankommt und mit dem Bus weiterfahren will, muss am Hauptausgang nur kurz nach oben schauen. Dort sind auf einer digitalen Anzeige die nächsten 16 Abfahrten aufgelistet – immer aktuell inklusive eventueller Verspätungen.

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Anzeigetafel über dem Bahnhofsausgang: „Busverkehr“, aber nur in der Stadt.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Der Haken dabei: Die Tafel zeigt nur die Ziele und Abfahrtszeiten der Stadtbusse an. Überlandbusse aus dem südniedersächsischen VSN-Verbund Richtung Duderstadt, Dransfeld oder Diemarden hingegen – Fehlanzeige. „Das ist Servicewüste, das verstehe ich nicht“, klagt Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne), selbst häufiger Bus-Reisender.

Besucher und Einheimische aus den  Gemeinden um Göttingen herum wollten so schnell und bequem wie möglich erfahren, welche Linie wann in die gewünschte Richtung fährt. Und da sei es schon sehr irritierend, wenn eine digitale Tafel im Bahnhof den Eindruck erwecke, dass alle Busse angezeigt werden, die Landbusse aber schlicht fehlen.

Warum das so ist, kann keiner richtig erklären. Die schon lange installierte „dynamische“ Anzeige mit funkgesteuerten Echtzeiten der Stadtbusse gehört der Stadt Göttingen. Um dort auch Regionalbusse anzuzeigen, sei ein Anschluss des städtischen PC-Systems an eine zentrale Datendrehscheibe des Verkehrsverbundes Bremen-Niedersachsen erforderlich, sagt Stadtsprecher Hartmut Kaiser.

Stillstand auch am ZOB

Dazu gebe es Abstimmungsgespräche. Woran es hakt, sagt er nicht. Solche Gespräche bestätigt auch die Sprecherin der Göttinger Verkehrsbetriebe, Stephanie Gallinat-Mecke. Es seien wohl noch vertragliche und organisatorische Dinge zu klären. Der Geschäftsführer des VSN-Zweckverbandes, Henning Stahlmann, gibt sich zunächst ahnungslos und räumt dann ein: „Ich verstehe auch nicht, warum das immer noch nicht geht.“

Ein ähnlicher Stillstand herrscht seit Monaten auch am ZOB vor dem Bahnhof. Dort hat die Stadt im vergangenen Jahr an jedem Haltepunkt der Busse kleine „dynamische Fahrgastinfo-Tafeln“ mit Echtzeitangaben aufstellen lassen – für 370 000 Euro. Schon nach wenigen Wochen waren sie wieder abgeschaltet.

Der Grund: Rost nagt an den offenbar schlecht verarbeiteten Masten. Die Lieferfirma sollte sie auf eigene Kosten abbauen und ersetzen. Das war im vergangenen August. Los gehe es nun vermutlich nächste Woche, sagt Kaiser.

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Das ist eine Zahl, über die man einen Augenblick lang nachdenken kann: Etwa 2260 Fahrräder stehen zurzeit auf dem Bahnhofsvorplatz und am Omnibusbahnhof (ZOB), 60 Drahtesel an der nahen Post mitgezählt. Das sind viele. Aber es sind nicht zu viele, auch wenn es direkt am Bahnhofsplatz, unter der Pergola und am Parkplatz chaotisch zugeht.

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