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Reste aus Mittelalter: Älteste Häuser Grones entdeckt

Grubenhäuser Reste aus Mittelalter: Älteste Häuser Grones entdeckt

Arbeiter sind beim Neubau der Groner Stadtbücherei-Filiale auf die Reste mehrerer Grubenhäuser aus dem Mittelalter gestoßen. Die Bauten dürften zu den frühesten Gebäuden zählen, die an der Stelle des Altdorfs Grone errichtet wurden.

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Mitten im Altdorf Grone: Besiedlung schon vor 800 Jahren.

Quelle: Hinzmann

Grone. Zu sehen ist in der Baugrube südlich der Kirche St. Petri nicht viel: Von dem Holz der Grubenhäuser sind nur noch dunkle, nichtsdestoweniger eindeutige Verfärbungen erhalten. Dafür aber eindeutige Spuren der damaligen Nutzung: Die Überreste von so gut wie allem, was in mittelalterlichen Haushalten in Gebrauch war, seien gefunden worden, erklärt Kai Gößner, der die Grabungen leitet. Durch genauere Analysen müsse noch endgültig geklärt werden, ob es sich nicht doch um Keller aus dieser Zeit handelt.

Die Reste der Gebäude fanden sich in einer Tiefe von etwa 1,30 Metern unter der heutigen Oberfläche. Geborgene Keramikscherben ermöglichen eine ungefähre Datierung: Die Bauten stammen aus dem frühen Spätmittelalter, wahrscheinlich aus dem beginnenden 13. Jahrhundert. Damals kamen Grubenhäuser langsam aus der Mode.

Beim Neubau der Stadtbücherei in Grone wurden sie entdeckt: Dunkle Verfärbungen sind offenbar Reste von Grubenhäusern. Sie stammen aus dem Mittelalter. © Hinzmann

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Zu diesem Zeitpunkt habe es an der Stelle des heutigen Altdorfs Grone bereits eine feste Besiedlung gegeben, sagt Betty Arndt, Leiterin der Göttinger Stadtarchäologie. Damit müssten die Funde zu den ältesten Gebäuden des Ortes zählen. Bisher sei in Grone bislang so gut wie nichts aus dieser Zeit gefunden worden, erläutert Arndt. Im 13. Jahrhundert wurde auch der Groner Wehrturm errichtet, der heute als Kirchturm von St. Petri dient.

Zurzeit errichtet die Städtische Wohnungsbau Göttingen dort den Neubau der Groner Stadtbücherei-Filiale. Die jetzt erforderlichen archäologischen Zusatzarbeiten kosten zusätzlich mindestens 50 000 Euro, erklärt Wohnungsbau-Chef, Rolf-Georg Köhler. Die Archäologen werden in der Baugrube noch mindestens bis Ende der Woche beschäftigt sein. Dann sollen auch noch tiefer liegende Schichten untersucht werden.

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