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Rodelabfahrten im „Kitzbühel des Leinetals“

Göttinger Wald bietet zahlreiche Pisten Rodelabfahrten im „Kitzbühel des Leinetals“

„Keine Panik“, ruft Maximilian seinem Großvater zu. Mit Karracho saust er mit seinem roten Plastik-Bob an Günther Langenau vorbei, der gemeinsam mit Frau Ingrid am Wegesrand steht und über die Abfahrten der Enkelkinder Maximilian und Vanessa wacht. Die Straße vom Kehr vorbei am Alten Forsthaus hinunter bis zu den Zietenterrassen haben sie sich als Rodelbahn ausgesucht. Wie viele andere Rodler gestern auch. Das knackig-kalte, sonnige Winterwetter und die festgefahrene Schneedecke auf der Privatstraße waren ideal. Dass die Straße bei Schneefall und Eisglätte für Kraftfahrzeuge aller Art gesperrt ist, kommt dem nur entgegen.

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Sonniges Wintervergnügen: Der Geologiepfad am Hohen Hagen bei Dransfeld wird zur Rodelbahn für Mutige.

Quelle: Hinzmann

Ohnehin bieten die Waldwege im Göttinger Wald vom Kirsch- und Hainberg sowie vom Mittel- und Kleperberg aus zahlreiche Möglichkeiten zum Rodeln. Etwa die „offizielle Rodelbahn des Kitzbühel des Leinetales“, wie Stadtsprecher Detlef Johannson beschreibt. Sie beginnt auf dem Hainberg, kreuzt die Bismarckstraße – Verkehrsschilder warnen hier Autofahrer vor kreuzenden Rodlern – und endet schließlich am oberen Ende der Calsowstraße. Dort, gleich neben der Hundewiese gibt es zudem eine kurze, nicht allzu steile Bahn. Bestens geeignet für ganz junge Rodler.
Einen weiteren Tipp für Schlitten-Fans hält Martin Levin bereit: „Vom Wildgehege am Kehr hinab Richtung Herberhausen“, sagt der Leiter des Stadtforstamtes. In Herberhausen selbst lockten die Hänge des Drakenberges.
Weniger bekannt ist hingegen der Gustav-Freytag-Weg. Normalerweise ein Fußweg, der die Geismar Landstraße und die Straße Am Kirschberge verbindet. Geräumt wird hier im Winter nicht. Die Rodler sind dementsprechend zahlreich anzutreffen. Immerhin knapp 400 Meter ist der recht schmale Weg lang.
Die Stadt Göttingen lässt die Rodler auf öffentlichen Flächen in Ruhe rodeln. „Ein Rodelregelwerk gibt es nicht. So etwas wollen wir auch nicht extra schaffen“, sagt Johannson. Er weist aber darauf hin, dass geltende Regeln nicht außer Kraft gesetzt werden. „Die Straßenverkehrsordnung gilt selbstverständlich immer noch, ebenso die Aufsichtspflicht von Eltern.“ Bei Rodelbahnen auf privaten Grundstücken, sei der Eigentümer gefragt, ob er das Rodeln zulasse.
Nicht nur die Stadt bietet zahlreiche Schlittenabfahrten. Sie sind auch im Landkreis zu finden. Der 480 Meter hohe Hohe Hagen bei Dransfeld ist vielleicht der bekannteste Schlittenberg in der Region. In der Nachkriegszeit war er auch als „Kleiner Harz“ bekannt. Noch heute tummeln sich hier im Winter die Schlittenfahrer.
Ob in Stadt oder Landkreis: Die Schlitten aus der Garage oder vom Dachboden zu holen, lohnt sich. Das winterliche Wetter soll auch in den nächsten Tagen anhalten.
Das Göttinger Tageblatt sucht weitere Rodelpisten in Stadt und Landkreis. Leser-Hinweise, idealerweise mit Foto, können als Mail an die Adresse redaktion@goettinger-tageblatt.de geschickt werden. Gleiches gilt für ungewöhnliche Winterfotos.

Von Michael Brakemeier

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