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Rolf-Georg Köhler (SPD) gewinnt Oberbürgermeisterwahl in Göttingen

58,9 Prozent Rolf-Georg Köhler (SPD) gewinnt Oberbürgermeisterwahl in Göttingen

Göttingen hat einen neuen Oberbürgermeister: Rolf-Georg Köhler (SPD) hat die Stichwahl am Sonntag mit 58,9 Prozent der Stimmen gewonnen. Martin Rudolph, parteiloser Kandidat der CDU holte 41,1 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 31,3 Prozent.

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Große Freude bei den Göttinger Sozialdemokraten: Rolf-Georg Köhler (Mitte) ist neuer Oberbürgermeister.

Quelle: Heller

Göttingen. Donnernder Applaus und ein glücklicher Kandidat: Als Köhler gegen 19 Uhr am Parteihaus der SPD von seinen Parteifreunden begrüßt wird, ist ihm die Erleichterung anzusehen. Er dankte allen Unterstützern und seinem Gegenkandidaten für den fairen Wahlkampf.

„Es ging nur um die Sache, das habe ich als sehr angenehm empfunden, sagte Köhler. Rudolph kam später vorbei, um Köhler persönlich zu gratulieren.

Bei der CDU fieberten Rudolphs Unterstützer mit. Ein Wahlbezirk nach dem anderen wurde ausgezählt. Als das Ergebnis aus dem Wahllokal Stumpfe Eiche erscheint, herrscht Freude. Dort liegt Rudolph mit 51 Prozent vorne. Die Meinung der CDU-Anhänger: „Das wäre ein tolles Endergebnis.“ Am Ende kommt es anders. „Ich bin sehr beeindruckt von dem Zuspruch, den ich durch das gute Wahlergebnis und die vielen Begegnungen erleben durfte. Auf unsere Teamleistung können wir trotz der Niederlage stolz sein,“ so Rudolph.

Es sei bedauerlich, dass der Wechsel an der Spitze des Rathauses nicht geglückt sei. „Als politischer Quereinsteiger kann ich jedoch auf ein tolles Wahlergebnis zurückblicken, das mehr als einen Achtungserfolg darstellt“, so der Kandidat.

Köhler, der zunächst einmal weiter als Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsbau arbeitet, übernimmt sein Amt im November. „Ich habe die Stadt gewonnen und ein Unternehmen verloren“, scherzte er. Eines aber habe er aus dem langen und tollen Wahlkampf mitgenommen: „Ich werde auch weiterhin auf die Menschen zugehen und ihnen zuhören. Wir müssen raus gehen zu den Menschen“, sagte der SPD-Mann. Und weiter: „Wir wollen gemeinsam die Stadt voranbringen.“ Dazu gehöre es auch, „fair aber deutlich“ mit dem Landkreis zu arbeiten. Und: „Das Wetter ist gut, die Wahl gewonnen, jetzt wird gefeiert.“

► Kommentar: Zwei starke Kandidaten

Göttingen hat einen neuen Oberbürgermeister: Der SPD-Mann Rolf-Georg Köhler wird am 1. November das Amt von Wolfgang Meyer antreten und für sieben Jahre der Mann sein, der die Stadt regiert. Es war ein spannendes Finale. Beide Parteien hatten denkbar starke Kandidaten ins Rennen geschickt.

Souveräne Männer, die sich bis zum Ende einen fairen Wahlkampf um den Sitz an der Spitze Göttingens lieferten. Am Ende hatte Köhler die Nase vorn, Martin Rudolph, parteiloser Kandidat für die CDU, landete im Finale auf Platz zwei. Göttingen ist und bleibt rot. Anders die Region.

In Hann. Münden eine kleine Überraschung: Kreistagsmitglied Jörg Wieland (SPD) unterliegt dem CDU-unterstützten Harald Wegener. Auch in Staufenberg unterliegt die SPD dem Einzelkandidaten Bernd Grebenstein. Einen echten politischen Verlierer gibt es nicht. 

Britta Bielefeld

Britta Bielefeld

Quelle:
   
   

Hann. Münden: Wegener siegt deutlich vor Wieland

Von Jörn Barke

   
Strahlender Sieger: Wegener wird Bürgermeister in Münden.

Strahlender Sieger: Wegener wird Bürgermeister in Münden.

Quelle:

Jubel bei CDU und Bürgerforum: Ihr Kandidat Harald Wegener, Vorsitzender vom Bürgerforum, hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt der Stadt deutlich gegen Jörg Wieland (SPD) gewonnen.

Beim ersten Wahlgang hatte Wieland noch mit 47,9 Prozent der Stimmen vor Wegener (46 Prozent) gelegen, Linken-Kandidatin Anne Freimuth war auf 6,1 Prozent gekommen. Bei der Stichwahl distanziert Wegener mit 56,9 Prozent jedoch Wieland (43,1 Prozent). In seinem Heimatort Wiershausen holte Wegener gar 86,6 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 43 Prozent gegenüber 50,5 Prozent im ersten Wahlgang.

Die anfängliche Anspannung im Alten Wirtshaus, wo sich die Wegener-Unterstützer versammelt hatten, wich nach den ersten Zwischenergebnissen erst allmählich, dann immer stärker. Denn schon bei den ersten ausgewerteten Wahlbezirken wurde klar, dass Wegener sein Ergebnis im Vergleich zum ersten Wahlgang verbessert hat.

Als Wegener bei 15 von 28 Wahlbezirken mit rund 54 Prozent vorne liegt, ballt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Markus Jerrentrup die Faust und lacht. Wegener bleibt noch zurückhaltend, aber als er bei 24 von 28 Bezirken mit 56,7 Prozent vorne liegt, gönnt er sich erstmals ein gelöstes Lächeln.

Noch bevor die letzten beiden Wahlbezirke ausgezählt sind, kommt ein ernüchterter Wieland aus seinem Quartier im Ratskeller herüber, um Wegener zu gratulieren. Die Bürger hätten entschieden, sagte Wieland. Eine Bürgermeisterwahl sei eine Persönlichkeitswahl. Er habe einen themenorientierten Wahlkampf geführt, so Wieland, der als Fraktionsvorsitzender im Kreistag aktiv bleiben will.

Wegener zeigte sich überglücklich über das Wahlergebnis. Die Wähler hätten seine seriösen Wahlkampf gewürdigt, so Wegener, der schon vor seinem Amtsbeginn erste Projekte angehen will.

     
     
Grebenstein vorn in Staufenberg   Müller-Otte siegt in Moringen
In der Gemeinde Staufenberg hat der von der CDU unterstützte parteilose Kandidat Bernd Grebenstein die Stichwahl um das Bürgermeisteramt gewonnen. Er siegte klar mit 59,2 Prozent der Stimmen vor dem SPD-Kandidaten Jörg Hartung, der 40,8 Prozent der Stimmen holte. Die Wahlbeteiligung lag mit rund 57 Prozent vergleichsweise hoch. Im ersten Wahlgang hatte Grebenstein bereits mit 37,6 Prozent knapp vor Hartung mit 35,3 Prozent gelegen. bar   Auch in Moringen ist am Sonntag gewählt worden. Dort traten Heike Müller-Otte (Einzelwahlvorschlag) und Claus Stumpe von der SPD gegeneinander an. Die Stichwahl konnte die Einzelkandidatin klar für sich entscheiden. Mit einem Ergebnis von knapp 63,4 Prozent lag sie deutlich vor dem Sozialdemokraten, der 36,6 Prozent der Stimmen holte. Damit zieht Müller-Otte ins Moringer Rathaus ein. bib
 
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Rolf-Georg Köhler gewinnt Stichwahl
Freundschaftlich: CDU-Mann Rudolph gratuliert SPD-Sieger Köhler (l).

Es war ein klarer Sieg, und doch können beide Bewerber zufrieden sein – auch der Verlierer: 17 174 der wahlberechtigten Göttinger wählten am Sonntag, 15. Juni, den 62-jährigen SPD-Kandidaten Rolf-Georg Köhler zum neuen Oberbürgermeister der Stadt (ab November). Das sind 58,87 Prozent der abgegebenen Stimmen.

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