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Rolf Parr geht nach 15 Jahren

Wechsel im DRK-Präsidium Rolf Parr geht nach 15 Jahren

Wohl zum letzten Mal wird Rolf Parr am Freitag, 3. November, die DRK-Kreisversammlung eröffnen. Der studierte Jurist zieht sich nach 15 Jahren zurück, der promovierte Naturwissenschaftler Carsten Hufenbach übernimmt den Vorsitz.

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Herbert van Loh, Rolf Parr, Jutta Hartmann, Detlef Büchner und Carsten Hufenbach.

Quelle: Foto: Mischke

Göttingen. Seine Frau habe ihm gesagt, es reiche jetzt, sagt Parr schmunzelnd. Wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag zieht er sich ins Privatleben zurück. Sieben Enkelkinder werden den jung gebliebenen Großvater auf Trapp halten. Außerdem spiele er mehrmals die Woche beim MTV Geismar Tennis, gehe Schwimmen oder besuche das Theater und Konzerte. „Meine Frau versorgt mich kulturell.“ Das klingt nach ausreichend Beschäftigung. Er hat aber noch mehr Pläne.

Parr kam 2002 zum Deutschen Roten Kreuz. Damals hatte er sich gerade nach seinen Stationen im Wirtschaftsministerium in Hannover, in der Bezirksregierung Braunschweig und als Erster Kreisrat beim Landkreis Göttingen selbstständig gemacht. Und gleich als erster Kunde wandte sich der DRK-Kreisverband an den Verwaltungsfachmann. Es galt damals, „ein wenig für Ordnung zu sorgen“, so Parr. Schon in dieser Zeit arbeitete er eng mit seinem designierten Nachfolger Hufenbach und den heutigen Vorstandsmitgliedern Jutta Hartmann und Herbert van Loh zusammen. Die Zusammenarbeit war erfolgreich. „Zur Belohnung haben sie mich dann zum Präsidenten gewählt.“

Die nächste große Herausforderung für Parr und das DRK-Team folgte 2007 mit der Fusion der Kreisverbände Göttingen und Northeim. Und seit 2015 auch Hann. Münden dazugekommen ist, erstreckt sich das Verbandsgebiet von Bonaforth im Süden bis Bad Gandersheim im Norden. Heute sind in neun Rettungswachen, 17 Kindertagesstätten, mehreren Beratungsstellen, einem Pflegezentrum, einem Flüchtlingsheim und drei Geschäftsstellen rund 600 hauptamtlich Tätige beschäftigt. Hinzu kommen knapp 1000 Ehrenamtliche in 70 Ortsvereinen.

Das klingt nach einer Erfolgsgeschichte. „Das war eine dynamische Entwicklung.“ Natürlich sei der Kreisverband durch die Fusionen in den 15 Jahren seiner Amtszeit gewachsen. Auch hätten sich zusätzliche Aufgaben, wie der Ausbau des Pflegezentrums in Northeim 2012 oder zuletzt die Flüchtlingsbetreuung immer auch auf die Personalstärke ausgewirkt. Doch allzu lange will sich Parr nicht mit dem Rückblick aufhalten, er spricht lieber über die Zukunft.

„Wir stehen vor einer Zäsur.“ Nicht nur in Präsidium und Vorstand werde sich in den kommenden Jahren personell viel bewegen. Der gesamte Verband müsse sich neu aufstellen. Schon jetzt sei es schwer, freiwerdende Stellen zu besetzen, berichtet Vorstandsmitglied Detlef Büchner. Und bei den Freiwilligen habe man das gleiche Problem wie alle: Mitgliederschwund. Daher soll während der Kreisversammlung eine Arbeitsgruppe gebildet werden, die Konzepte zur Nachwuchsrekrutierung entwickeln soll. „Nachwuchs meint in diesem Fall aber nicht nur junge Leute“, betont der Vorstandsvorsitzende van Loh. „Unsere Zielgruppe ist zwischen 15 und 65 Jahre alt.“

Das sei sicher eine seiner großen Aufgaben sagt Hufenbach mit Blick auf seine Amtszeit. Der 57-jährige gebürtige Herzberger arbeitet als Berater und hat einen Lehrstuhl im Bereich Betriebsorganisation an der Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Er freue sich auf die neue Herausforderung.

Und Parr verrät abschließend noch einen Plan für die nähere Zukunft. Er habe einen Piloten in der Familie, zu dem er sich auch mal ins Cockpit setzen dürfe. Aber auch dabei überlässt er das Steuer der jüngeren Generation.

Neuwahl des gesamten DRK-Präsidiums

Auf der Tagesordnung der DRK-Kreisversammlung stehen auch die Neuwahlen des Präsidiums: Vorgeschlagen sind Carsten Hufenbach (Präsident, Neuwahl), Gudrun Surup (stellv. Präsidentin). Außerdem Jan Thomas Ockershausen (Recht, Neuwahl), Axel Rümenapp (Finanzen), Torsten Meyer (Jugend/Ausbildung), Carsten Schleevoigt (Jugend/Ausbildung, Neuwahl), Markus Roessler (Kreisverbandsarzt Göttingen), Sascha Pfiel (Kreisverbandsarzt Northeim), Frank Beckmann (Kreisbereitschaftsleiter, Neuwahl), Manuela Steppatis (Kreisbereitschaftsleiterin), Michael Römermann (Kreisbeauftragter), Karen Pollock (Konventionsbeauftragte), sowie Sigrid Wegner , Marcel Deppe, Gisela Meyer und Renate Andermann als Ortsvereinsbeauftragte.

Von Markus Scharf

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