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Rosdorf: 500 Euro für Zaun des jüdischen Friedhofs

Ortsrat Rosdorf: 500 Euro für Zaun des jüdischen Friedhofs

Gut 10 600 Euro stehen dem Ortsrat Rosdorf in diesem Jahr zur Verfügung – rund 600 Euro weniger als noch vor einem Jahr. Grund: Die Ortsratsmittel wurden wegen der angespannten Finanzsituation der Gemeinde um fünf Prozent gekürzt. Dennoch unterstützt der Ortsrat auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Projekte und Veranstaltungen.

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Das Tor ist schon neu, nun soll der Zaun folgen: der jüdische Friedhof in Rosdorf am Fuß des Wartbergs.

Quelle: Hinzmann

Rosdorf. Der größte Betrag wird wie schon in den vergangenen Jahren für den Seniorenausflug aufgewendet, der im Sommer stattfinden soll. Ein Ziel gebe es noch nicht, sagt Ortsbürgermeister Gerhard Winter (CDU). Es sei schwierig, ein Lokal zu finden, das gut 250 Ausflügler unterbringen könne. 1500 Euro fließen in das Projekt Ortsgestaltung und dessen professionelle Begleitung, wie Winter es nennt.

Mit 1000 Euro unterstützt der Ortsrat das Osterfeuer . Das Geld werde insbesondere dafür ausgegeben, die Asche auf den Sondermüll zu bringen, erklärt Winter. Diese sei mit Kronkorken, Draht und Nägeln dermaßen verunreinigt, dass man sie seit Jahren nur auf diesem Weg entsorgen könne. 500 Euro fließen in die neue Adventsfeier, früher Seniorenweihnachtsfeier, die sich nun an alle Altersklassen richten soll.

500 Euro kostet eine neue Gedenktafel , die am alten Friedhof neben dem Ehrenmal angebracht werden soll. „Darauf soll in zeitgemäßen Worten zum Frieden aufgerufen werden“, erklärt Winter. Jeweils 300 Euro gehen an die Aktion „Gelbe Füße“ für einen sicheren Schulweg und an die neu angelegte Streuobstwiese am Ortsrand. Dort sollen Nistkästen platziert werden.

Mit 500 Euro bezuschusst der Ortsrat die Erneuerung des Zaunes am jüdischen Friedhof . Um diesen kümmern sich im Auftrag des Landesverbands der jüdischen Gemeinden die Rosdorfer Ruth Finckh und Gerhard Diehl. Im Jahr 2011 sei bereits das Tor „mit tatkräftiger Hilfe der politischen Gemeinde“ erneuert worden, wie Finckh unterstreicht. Jetzt sei der morsche Zaun an der Reihe, dessen Reparatur rund 5000 Euro koste.

Der jüdische Friedhof, auf dem keine Grabsteine mehr erhalten sind, liegt am Ortsausgang an der Kreisstraße 29 kurz hinter dem Neubaugebiet am Fuß des Wartbergs. Er wurde im 18. Jahrhundert angelegt. Dort ist nach Angaben der KZ-Gedenkstätte Moringen mindestens ein ehemaliger Zwangsarbeiter begraben. Er starb bei der Befreiung im April 1945. Seit 1985 befindet sich auf dem Friedhof eine Gedenktafel für die Opfer des NS-Regimes.

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