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Rosodorf: Windkraft Nord hat sich Grundstücke bereits gesichert

Bis zu elf Windräder Rosodorf: Windkraft Nord hat sich Grundstücke bereits gesichert

Die Pläne der Windkraft Nord (WKN) AG, auf dem Gebiet der Gemeinde Rosdorf Windräder zu bauen, schreiten voran. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass das Husumer Unternehmen im Leinetal zwischen Südostumfahrung und Sieboldshausen einen 140 Meter hohen Stahlgittermasten errichten will, um den dort vorherrschenden Wind zu messen.

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Quelle: Kunze (Symbolbild)

Rosdorf / Sieboldshausen. Jetzt gab WKN gegenüber dem Tageblatt weitere Details preis. Demnach plant das Unternehmen, bis zu elf Windräder von jeweils 150 bis 200 Metern Höhe auf besagter Fläche zu bauen. Genaueres könne man aber „erst nach der Fertigstellung der Flächennutzungsplanänderung“ sagen, teilt WKN-Sprecherin Maike Hansen mit.

In jedem Fall konzentriere sich WKN auf das Gebiet, auf dem der Windmessmast errichtet werden soll, so Hansen. Dafür habe sich das Unternehmen bereits „annähernd alle für die Planung und Realisierung erforderlichen Grundstücke vertraglich gesichert“. Das deckt sich mit Informationen des Tageblatts, wonach etwa 90 Prozent der betroffenen Grundstückseigentümer bereits Vorverträge mit WKN abgeschlossen oder zumindest vorliegen haben sollen.

Damit rückt die Umsetzung eines reinen Bürgerwindparks, wie ihn der Rat der Gemeinde Rosdorf fordert, in weite Ferne. Zwar gab es in dieser Woche bei der Gemeinde ein nicht öffentliches Treffen mit etwa 50 Eigentümern von Grundstücken im Gemeindegebiet, auf denen Windräder gebaut werden könnten, wie Rosdorfs Bürgermeister Harald Grahovac (SPD) bestätigt.

Die WKN ist schon viel weiter

Allerdings sei man ohne Ergebnis auseinandergegangen. Es sei vielmehr darum gegangen, miteinander zu reden und Aufklärungsarbeit zu betreiben. Ohnehin könne die Gemeinde einen Bürgerwindpark nicht initiieren, das müsse von den Grundstücksbesitzern und anderen Bürgern ausgehen, sagt Grahovac. Die Gemeinde könne das Projekt nur unterstützen.

Die WKN jedenfalls ist schon viel weiter. „Das ist eine schwierige Kiste. Da kommt man kaum noch zwischen“, sagt denn auch ein Ratspolitiker, der namentlich nicht genannt werden möchte. Man könne jetzt nur noch hoffen, „dass die WKN uns beteiligt“. Ausgeschlossen sei das nicht, sagt Firmensprecherin Hansen: „Die WKN AG steht einer Bürgerbeteiligung grundsätzlich positiv gegenüber. Wie eine Beteiligung der Bürger an einem Windpark aussehen kann, soll in den nächsten Monaten mit allen Beteiligten geklärt werden.“

Grahovac betont derweil, die Bürger weiter über den Fortgang der Pläne informieren zu wollen, das nächste Mal in der kommenden Ratssitzung am 22. April. Dann wollen Vertreter von WKN das Projekt erstmals der Öffentlichkeit vorstellen. Eine Bürgerversammlung soll im Anschluss folgen.

Mehr als 90 Windparks

Die Windkraft Nord AG ist nach eigenen Angaben einer der führenden Projektentwickler im Bereich der erneuerbaren Energien in Europa und den USA – vor allem bei Windkraft und Photovoltaik.

Das Leistungsspektrum umfasst nach Angaben des Husumer Unternehmens Standorterschließung, Planung und Finanzierung sowie den Bau und Betrieb von Energieparks inklusive technischer und kaufmännischer Verwaltung.

In 20 Jahren habe man unter anderem mehr als 90 Windparks in Deutschland und anderen Ländern entwickelt.

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