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Rücktritt des Kirchenvorstands gefordert

Kirchenstreit Rücktritt des Kirchenvorstands gefordert

„Es darf keine Ruhe einkehren – sonst wird es keine Veränderungen geben, die so dringend nötig sind in Hardegsen“, schreibt Susanne Janssen aus der Interessengruppe St. Mauritius Hardegsen und St. Laurentius Trögen/Üssinghausen ans Tageblatt. Damit diese Veränderungen passieren, hat die Gruppe Landesbischöfin Margot Käßmann um ihre Unterstützung im Hardegser Kirchenstreit gebeten.

Nach der Entscheidung von Pastor Daniel Konnerth, Hardegsen zu verlassen, fürchten die Unterzeichner – Gemeindeglieder und ehemalige Kirchenvorsteher – „um den Fortbestand unseres Gemeindelebens, wenn nicht auch andere notwendige Veränderungen verwirklicht werden“.

Heftige Emotionen auf allen Seiten hätten in der Gemeindeversammlung deutlich gemacht, dass kaum noch jemand auf eine rein rationale beziehungsweise rechtliche Klärung der Situation hoffe. Dem Hardegser Kirchenvorstand (KV) werfen die Absender – Brunhilde Friedebold, Christian Weber, Elke Schröder, Gerald Korengel, Kerstin Spaniel, Otto Hampe, Peter König, Susanne Janssen und Uwe Gottfriedsen – „intrigante Strukturen“ vor. Mit der Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden, bei der Pastor Konnerth scheiterte, habe der KV gegen die Kirchengemeindeordnung verstoßen, in der das Einvernehmen mit dem Pfarramt und die Bildung neuer Gottesdienstformen eingefordert werde. „Wir befürchten, dass ein neuer Pastor nicht die notwendigen Rahmenbedingungen und die Unterstützung vorfinden wird, um endlich zu einer gedeihlichen Arbeit zu kommen.“

Der KV der Gemeinde Trögen und Üssinghausen habe frühzeitig auf den Konflikt aufmerksam gemacht. Leider habe der Hardegser KV sich dem gewünschten Dialog nicht gestellt. „Wir erwarten zum Wohle der Gemeinden daher den Rücktritt beziehungsweise die Absetzung des amtierenden KV, um nach Neuwahlen zu einem neuen Anfang zu kommen und das Verhältnis von Pfarramt und KV wieder nach evangelischem Verständnis zu gestalten.“

Die Interessengruppe erklärt sich bereit, für den KV zu kandidieren. In einem nächsten Schritt strebe sie die Bildung eines Gemeindebeirats an. „Uns ist bewusst, dass die persönlichen Veränderungen nicht die notwendige inhaltliche Auseinandersetzung ersetzen, aber ohne diese persönlichen Konsequenzen erkennen wir keine ernsthafte Bereitschaft aus dem Scheitern der Vergangenheit für die Zukunft unserer Gemeinden zu lernen“, schreibt die Gruppe abschließend an Käßmann.

Von Ute Lawrenz

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St.-Mauritius-Gemeinde

Der Konflikt in der Hardegser St.-Mauritius-Gemeinde beschäftigt die Menschen. Viele sind traurig, dass Pastor Daniel Konnerth weggeht, andere stellen sich auf die Seite von Kirchenvorstand oder Kantor Gerhard Ropeter. Ute Lawrenz hat beide zu den Vorfällen befragt. Konnerth hat seine Sicht dargestellt. Um den Konflikt nicht zu verschärfen, möchte Ropeter derzeit öffentlich nicht Stellung nehmen.

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