Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 3 ° Schneeregen

Navigation:
SPD-Ratsfraktion kritisiert Bauverwaltung

Wohnungsbau in Göttingen SPD-Ratsfraktion kritisiert Bauverwaltung

„Endlich Baurecht schaffen“: Die Göttinger SPD-Ratsfraktion fordert die Bauverwaltung zum Handeln auf. Denn seit mehr als einem Jahr warteten Bauwillige in Göttingen auf die Verabschiedung von mehreren Bebauungsplänen. Die Verwaltung widerspricht: Keinesfalls habe sie Bebauungspläne verschleppt.

Voriger Artikel
Schule bekommt weiteren Raum im Bürgerhaus
Nächster Artikel
Qualitäten der Innenstadt

Die Göttinger SPD fordert die Verwaltung in Sachen Wohnungsbau zum Handeln auf.

Quelle: Christoph Mischke

Göttingen. „Durch die angesprochenen Bebauungspläne sollte eigentlich kurzfristig Baurecht für dringend in Göttingen benötigten Wohnraum geschaffen werden“, teilt die baupolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Sylvia Binkenstein, mit. „Wir hätten so in kurzer Zeit bis zu 600 Wohnungen in Göttingen schaffen können.“ Doch getan habe sich trotz vorliegender Aufstellungsbeschlüsse seit Mitte des vergangenen Jahres nichts. „Ein Skandal“, so Binkenstein. „Die betreffenden Bebauungspläne müssen nun endlich zeitnah umgesetzt werden“, ergänzte der SPD-Fraktionsvorsitzende Tom Wedrins. Daher wolle die SPD-Fraktion in der nächsten Ratssitzung mit einem entsprechenden Antrag die Verwaltung beauftragen, endlich zu handeln. „Wir erwarten von der Verwaltung, dass die B-Pläne nicht weiter verschleppt werden“, so Wedrins.

„Die Bauverwaltung hat in keiner Weise den Bau von rund 600 Wohnungen verschleppt“, sagte Stadtbaurat Thomas Dienberg auf Anfrage. Es sei zutreffend, dass im Juni 2016 die Aufstellung von vier Aufstellungsbeschlüssen zur Entwicklung von Wohngebieten beschlossen worden sei. Dabei handele es sich um die Gebiete Hetjershausen Deneweg, Greitweg-Nord, Zimmermannstraße und Holtenser Berg.

Abhängig von Verhandlungen

„Der Bebauungsplan Deneweg liegt bereit, um den Satzungsbeschluss zu fassen“, so Dienberg. Für den Bebauungsplan Greitweg-Nord werde im nächsten Bauausschuss die Vorlage zur Auslegung des Bebauungsplanes eingebracht. Für die Entwicklung dieses Baugebietes wie auch des Baugebietes Zimmermannstraße werde in der übernächsten Ausschusssitzung zudem über die Kriterien zur Konzeptausschreibung beraten. Die Entwicklung des Baugebietes Holtenser Berg sei unter anderem abhängig von Verhandlungen mit den Eigentümern und Entwicklern, so Dienberg.

„Die Bauverwaltung arbeitet zudem (...) an einer Vielzahl an Bauleitplänen zur Entwicklung von Wohnungsbau.“ Verfahren, die voraussichtlich in den Jahren 2017 und 2018 zu Ende geführt würden, seien Weende Huhtamaki (260 Wohneinheiten, WE), Paul-Löbe-Weg (60 WE), Nikolausberger Weg (80 WE), Nonnenstieg (200 WE) und Gothaer Haus (40 WE).

„Massiv Stellen abgebaut“

Zudem seien in den vergangenen Jahren in der Verwaltung „massiv Stellen abgebaut“ worden, so Dienberg. „Dies betraf auch die Bauverwaltung. Dieses Defizit wieder auszugleichen, benötigt Zeit.“

Unterdessen haben sich die Mitglieder des Verwaltungsausschusses darauf verständigt, alle sechs Initiativanträge zum Thema „Wohnungsbau“ bei der nächsten Ratssitzung in einer „Generaldebatte“ zu behandeln. Das teilte die Verwaltung mit. Die Anträge zu dem Thema stammen von SPD, CDU, Grünen und GöLinke. Der Rat tagt am Freitag, 18. August, um 16 Uhr im Ratssaal im Neuen Rathaus.

Von Andreas Fuhrmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Anzeigenspezial
Die Bilder der Woche vom 2. bis 8. Dezember
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt