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Stadt Göttingen soll „Schrottimmobilie“ kaufen

SPD hofft auf Bundeszuschüsse Stadt Göttingen soll „Schrottimmobilie“ kaufen

Er ist der Stadt schon Lange ein Dorn im Auge und hat als Ghetto von Göttingen überregional traurige Berühmtheit erlangt. Jetzt soll die Stadt den Wohnkomplex Hagenweg 20 in der Weststadt kaufen und abreißen. Das schlägt die SPD-Fraktion in einen Antrag zur nächsten Ratssitzung vor.

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Schwierige Wohnumstände: Einst schmucke Geldanlage, heute sozialer Brennpunkt – die SPD will das Haus am Hagenweg 20 abreißen.

Quelle: Heller

Göttingen. Finanziert werden soll dieses ehrgeizige Projekt zur „Aufwertung der Weststadt“ über das Bundesprogramm „Soziale Stadt“. Das läuft bereits in diesem Quartier, allerdings in abgespeckter Variante. Jetzt will die Bundesregierung den Geldtopf von 40 auf 150 Millionen Euro aufstocken – „und wir erhoffen uns für die Weststadt ein Stück von dem Kuchen“, erklärte am Mittwoch SPD-Sozialpolitiker Klaus-Peter Hermann.

Folgt der Rat dem Vorstoß, soll die Stadt alles Erforderliche tun, um das Programm „Soziale Stadt“ für die Weststadt zu erweitern – inklusive entsprechender Anträge beim Bund. Das Programm fördert unter anderem den Bau von Stadtteiltreffs.

Auch der gerade entstehende neue Quartiersplatz an der Pfalz-Grona-Breite wird über die Initiative finanziert. Grundsätzlich könnten aber auch „sogenannte Schrottimmobilien“ gekauft und saniert werden, ergänzte SPD-Ratsfrau Renate Bank.

Abwärtstrend stoppen

Die Weststadt übernehme für Göttingen die größten Integrationsaufgaben für Flüchtlinge, erklärte sie weiter. Allerdings seien hier viele Wohnungen veraltet und vernachlässigt. Der Stadtteil benötige dringend öffentliche Unterstützung, um den Abwärtstrend zu stoppen – auch als Strategie zur Armutsprävention.

Die Grünen hatten bereits kürzlich auf „besorgniserregende“ Verhältnisse in dem Wohnkomplex hingewiesen. Einst als gewinnträchtige Geldanlage gepriesen, hatten viele Kleinanleger Anfang der 1980er-Jahre eine Wohnung im Hagenweg 20 gekauft.

Die 164 Appartements aber verloren schnell an Wert, ließen sich nicht mehr verkaufen und verfallen seitdem. Folge: soziale Missstände und schwierige Wohnverhältnisse für die Mieter. Versuche der Stadt, die Situation zu ändern, scheiterten vor allem an der Vielzahl der Wohnungseigentümer.

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