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SPD sieht Vermögen „verschleudert“

Streit um Landschulheim Pelzerhaken SPD sieht Vermögen „verschleudert“

Die SPD-Kreistagsfraktion lässt nicht locker. Im Verkauf des kreiseigenen Landschulheims an der Ostsee sieht die Fraktion eine „Vermögensverschleuderung“. Die Fraktion lässt eine mögliche Haftung von Landrat Reinhard Schermann (CDU) prüfen.

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Leeres Landschulheim an der Ostsee: Im Oktober 2010 steht die Wüpper-Skulptur noch.

Quelle: Koheil

Das Landschulheim Pelzerhaken war angesichts defizitärer Haushalte auf Beschluss der schwarz-grünen Kreistagsmehrheit 2007 geschlossen worden. 2008 wurde das Heim für drei Millionen Euro an die Projektentwicklungsgesellschaft Heiligendamm verkauft. Ein Betriebsangebot des Fördervereins Pelzerhaken ohne Kosten für den Landkreis war abgelehnt worden. Geld ist bislang allerdings noch nicht in die Kreiskasse geflossen. Bedingung ist ein passender Bebauungsplan, den es noch nicht gibt. Die Stadt Neustadt möchte an der Südstrandpromenade am liebsten ein großes Hotel. Die bereits zweimal verlängerte Frist, nach der das Heim möglicherweise wieder an den Landkreis zurückfällt, läuft im November ab.

Die Situation habe sich maßlos verschlechtert, beklagt SPD-Fraktionschef Jörg Wieland und verweist auf eine Reise vor Ort im Februar. Scheiben seien eingeschmissen, Dachziegel kaputt, und an vielen Stellen seien durch Vandalismus Brandflecken zu sehen. Die 14 500 Quadratmeter große Immobilie sei mittlerweile ein „einziger Schandfleck“ für den Ort. Für den Mündener Landtags- und Kreistagsabgeordneten Ronald Schminke ist es eine „Sauerei“. Selbst der Neubau weise schon Wasserschäden auf. Der Landrat mache sich möglicherweise strafbar. Auch noch nach seiner Amtszeit sei er verantwortlich. Schminke ist nach wie vor gegen einen Verkauf. Das „Juweel“ hätte nicht aufgegeben werden dürfen, „nur um den Haushalt zu schönen“. Der ehemalige Kreissportbund-Vorsitzende Wolfgang Buss hält das Vorgehen des Kreises für „grob fahrlässig“. Ein kostengünstiges Angebot für Vereine und Jugendliche sei nötiger denn je. Das Angebot des Fördervereins stehe so nicht mehr, aber das Heim habe immer noch einen „substantiellen Kern“.

In der Anfrage an den Landrat will die SPD unter anderem wissen, welche Kosten entstanden und welche Wertverluste eingetreten sind. Gefragt wird auch nach dem Inventarwert.

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