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Stahl im mittelalterlichen Dach

Sanierung des Alten Rathauses Stahl im mittelalterlichen Dach

Mit einem ganz und gar unmittelalterlichem Baustoff wird ab kommender Woche das Alte Rathaus im Herzen der Stadt verstärkt: In den Dachstuhl sollen Stahlträger eingezogen werden.

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Das Alte Rathaus in Göttingen aus der Vogelperspektive - wegen der andauernden Sanierung eingerüstet und in Teilen umzäunt.

Quelle: Meder

Göttingen. Für die Anlieferung der vier jeweils acht Meter langen Stahlprofile muss die Zindelstraße in der Nacht von Mittwoch, 2. August, bis zum Donnerstag von Mitternacht bis etwa 5 Uhr morgens gesperrt werden, teilt die Göttinger Stadtverwaltung mit. Falls dieses Zeitfenster nicht ausreichen sollte, erklärt Verwaltungssprecher Detlef Johannson, sei eine weitere Sperrung in der darauf folgenden Nacht eingeplant.

Die vier Träger sollen in den Dachraum des Alten Rathauses eingebaut werden. Johannson: „Der Einbau ist erforderlich, um die Lasten des Dachtragwerks abzufangen.“ Die Stahlträger sind jeweils geteilt, um sie besser in den Dachraum schaffen zu können. Für die Dauer der Arbeiten im Dachstuhl werden die darunterliegenden Gebäudeteile für den Zugang der Öffentlichkeit gesperrt. Eingebaut werden die Träger nachts, um den Buslinienverkehr nicht zu beeinträchtigen, erklärt Johannson weiter.

Gefertigt wurden die Stahlträger in Rudolstadt. Die Stahlträger dienen dazu, die Deckenbalken der Westdächer zu stabilisieren. Wenn sie in die Dachkonstruktion integriert sein werden, sollen die entsprechenden stabilisierenden Arbeiten an den Sparren vorgenommen werden.

Die Arbeiten im Dachstuhl des Alten Rathauses sind Teil des ersten Bauabschnitts der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in dem wahrscheinlich ab 1270 in mehreren Bauphasen errichteten Gebäude. Im Verlauf dieses Abschnitts sind außer den Arbeiten im Dachgeschoss die Sanierung und Restaurierung des Zinnenkranzes, die Erneuerung und Abdichtung der Dachentwässerung und schließlich die Dämmung der obersten Geschossdecke vorgesehen. Auch wird das Dach komplett neu eingedeckt. Bereits im April wurde die frisch restaurierte Wetterfahne wieder auf die Turmspitze des Alten Rathauses gesetzt. Die Fahne, deren Alter sich nicht genau bestimmen lässt, zeigt einen auf den Hinterbeinen stehenden, bekrönten Löwen, das Wappentier der welfischen Herzöge. Die Gesamtkosten für diesen Bauabschnitt liegen bei etwa 1,4 Millionen Euro, erklärt die Göttinger Stadtverwaltung weiter.

Die Stadt geht derzeit davon aus, dass diese Sanierungsarbeiten an diesem prominenten Gebäude der Göttinger Altstadt im Herbst abgeschlossen werden können. Bereits fertig ist die Sanierung des Zinnenkranzes. Auch die Neueindeckung des Daches ist bereits weit fortgeschritten: Sie ist abgeschlossen mit Ausnahme der Westseite zur Johanniskirche hin.

Der zweite Bauabschnitt wird voraussichtlich erst im Jahr 2019 umgesetzt werden können, teilt die Stadtverwaltung weiter mit. Details, Planung und Umfang sind noch nicht vollständig bekannt. Planung und Ausschreibung für die zweite Phase der Generalsanierung des Alten Rathauses für sind für das Jahr 2018 vorgesehen.

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