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Schnelle Kabel für unterversorgte weiße Flecken

Internetanbindung Schnelle Kabel für unterversorgte weiße Flecken

Mickrige Durchsatzraten über den Telefonanschluss, kein Glasfaser und auch kein Fernsehkabelanschluss – in großen Bereichen des Landkreises mit Ausnahme der zentralen Orte fließt der Datenstrom über das Internet nur spärlich.

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Einige weiße Flecken sollen in diesem Jahr mit Geld aus dem Konjunkturpaket beseitigt werden. Entscheidungen über Gebiete, in denen leistungsfähige Leitungen verlegt werden, sollen noch im Januar fallen.

Das Land hat jetzt einen „Breitbandatlas Niedersachsen“ veröffentlicht, der die weißen Flecken bei der Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen darstellt. Der Atlas basiert auf gut 270 000 Antworten aus der Befragung von Internetnutzern auch aus der Region. Auf die Rechner des „Breitband Kompetenz Zentrum Niedersachsen“ in Osterholz-Scharmbeck ist allerdings nicht immer ein Durchkommen möglich: www.niedersachsen-breitbandatlas.de.

Die Karte ist nach Angaben des Wirtschaftsministeriums in Deutschland einmalig. Die Ergebnisse zeigen, dass gut 30 Prozent der Anschlüsse in Niedersachsen weniger als zwei Megabit je Sekunde leisten können und damit als unterversorgt gelten. Damit der Breitband-Atlas auch künftig weiter fortgeschrieben werden kann, bietet die Breitbandinitiative Niedersachsen über einen Fragebogen die Möglichkeit, die individuell zur Verfügung stehende Bandbreite dem Kompetenz-Zentrum mitzuteilen.

Auch im Landkreis Göttingen gibt es viele unterversorgte Ecken, so beispielsweise große Teile der Samtgemeinde Radolfshausen oder Barlissen und Bühren in der Samtgemeinde Dransfeld. Über das Konjunkturpaket II stehen für ganz Südniedersachsen zehn Millionen Euro zur Verfügung, um Abhilfe zu schaffen. Gemeinden, die zum Zuge kommen, müssen sich mit einem geringen Anteil am Breitband-Ausbau beteiligen.

Noch ist nicht entschieden, welche Dörfer schnellere Anschlüsse bekommen können. Die ersten Angebote seien eingegangen, sagte Zentrums-Leiter Derek Meier. Im Januar werde es eine Rückkoppelung mit den Gemeinden geben. Es zeichne sich aber schon ab, dass überwiegend Kabel verlegt und nur zum geringeren Teil Funklösungen installiert würden. „Wir rechnen im März mit den ersten Maßnahmen“, kündigte Meier an. Der Landkreis Göttingen, der eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben hatte, setzt darauf, dass Bereiche über Gemeindegrenzen hinweg besser versorgt werden.

Konjunkturpaket II

Die Bundesregierung will mit ihrem zweiten Konjunkturpaket auch den Ausbau von Breitband-Internetzugängen vorantreiben. Bis spätestens Ende 2010 sollen bislang nicht versorgte Gebiete leistungsfähige Internet-Anschlüsse erhalten. Darüber hinaus sollen dann bis 2014 drei Viertel aller Haushalte bundesweit mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde surfen können, so jedenfalls die Ankündigung.

Breitbandzugang

Einigermaßen leistungsfähige Breitbandzugänge, in der Regel DSL, benötigen einen Datenfluss von 2000 Kilobit je Sekunde zum heimischen Rechner. Über Telefonleitungen sind technisch auch DSL 6000 oder DSL 14 000 möglich. Über Fernsehkabel sind bis zu 32 Megabit Datenübertragungsrate möglich. Raten über analoge Modems oder ISDN von 54 000 oder 128 000 Bit je Sekunde sind allerdings häufig noch Ende der Möglichkeiten.

Von Gerald Kräft

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