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Schüler- und Elternprotest gegen Kombiklassen

Plakate und Sprechchöre Schüler- und Elternprotest gegen Kombiklassen

Der Unterricht an der Adelebser Haupt- und Realschule fiel gestern weitgehend aus. Nahezu alle Schüler, viele Eltern und andere Unterstützer demonstrierten am Vormittag vor der Albert-Schweitzer-Schule. In Sprechchören und auf Plakaten forderten sie „Keine Kombiklassen“, „Bildung auf hohem Niveau“ oder „Ja zur Adelebser Schule“.

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Bunter und lauter Protest: Schüler, Eltern und Politiker wollen die Albert-Schweitzer-Schule mit ihren Modell retten.

Quelle: Heller

Hintergrund der Protestbewegung sind sinkende Anmeldezahlen, dadurch zu kleine Klassen und gegensätzliche Lösungsvorschläge von Schule und Landesschulbehörde. Die Adelebser wollen den Standort durch eine Zusammenlegung der Haupt- und der Realschule retten. Dann würden zum Beispiel Fünftklässler beider Schulformen gemeinsam unterrichtet – differenziert nur in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch (Tageblatt berichtete). 

Mit diesem Vorschlag schon zum nächsten Schuljahr greifen sie Plänen der Landesregierung vor, die das Schulgesetz in kürze novellieren will. Die Landesschulbehörde aber hat den Antrag vorerst abgelehnt und schlägt stattdessen mehrere Kombiklassen vor – an der Hauptschule sogar aus den drei Jahrgängen fünf, sechs und sieben. Das stößt in der Schule auf heftige Kritik. Selbst demonstrierende Schüler sagen „dann können sich die Schwächeren ja gar nicht mehr konzentrieren“. Und Bücher gebe es für eine so große Stoffbreite auch nicht. 

„Rückfall in 1950er“

Rückendeckung hat die Schule in der Politik: Nach dreijähriger Entwicklungsphase auch mit anderen Ideen sei jetzt die beste Lösung gefunden, sagt Adelebsens Fleckenbürgermeisterin Dinah Stollwerck-Bauer (CDU). Alle Ratsfraktionen unterstützten die geforderte Zusammenlegung. Kombiklassen über drei Jahrgänge seien der falsche Weg und „ein Rückfall in die 1950er Jahre“, ergänzt der SPD-Fraktionsvorsitzende im Göttinger Kreistag, Jörg Wieland. Fast alle Parteien im Kreistag hätten sich am Mittwoch auf eine gemeinsame Forderung an das Land verständigt. Danach solle eine Zusammenlegung der Haupt- und Realschule im Vorgriff auf die Gesetzesänderung per Sondererlass genehmigt werden.

us

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