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Schüler und ihre „Bühne des Lebens“

Guckloch-Käste Schüler und ihre „Bühne des Lebens“

Es sind Einblicke in eine ganz persönliche Welt. Guckkästen in das Leben und in die Wünsche junger Menschen – und kleine Kunstwerke.

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Wolken aus Watte: In Janik Zehs Bühnenbild gibt es einen Gipfel und ein Kreuz.

Quelle: Heller

Heute präsentieren 18 Zehntklässler der Personn-Realschule in Weende „Bühnenbilder meines Lebens“. Bühnenbilder im Kleinformat, die sie mit Hilfe eines Profis und einer Theaterpädagogin geschaffen haben.

Scheinbar endlos zieht die lange, gerade Straße den Betrachter in die karge und zugleich faszinierende Wüstenlandschaft. Meik Domke kommt mit wenig Material aus: Ein Foto im Hintergrund, Pappmaché, Sand und Farbe lassen den kleinen dreidimensionalen Bühnenbereich unglaublich real erscheinen. Viel abstrakter und symbolhafter gestaltet Janik Zeh seine Bühnen- und Lebens-Collage: Watte-Wolken und ein Berggipfel mit Kreuz geben Anstöße für viele mögliche Geschichten. Leicht sei es für Jugendliche in diesem Alter sicher nicht, vor Mitschülern ganz persönliche Geschichten zu erzählen, räumt die Klassenlehrerin Jutta Schleusener ein. Die zentrale Frage dabei: „Wo komme ich her, wo gehe ich hin?“ Um ihnen den Einstieg zu erleichtern, sollten die 16- bis 17-Jährigen ein Lieblingslied mitbringen, vorspielen und dazu die Geschichte erzählen. Das sind bei vielen Schülern Urlaubserlebnisse – wie die „rote Wüste“ von Meik. Auch Janik will mit seinem Gipfelkreuz über den Wolken eine schöne Berglandschaft und garantierten Sonnenschein darstellen. Zugleich gebe das weiche Wolkenpolster aus Watte „ein Gefühl von Sicherheit“. Alles „schöne Erinnerungen“ des 16-Jährigen an einen besonderen Ausflug mit dem Schützenverein in einen Hochseilgarten.

Wie echte Bühnenbilder und der Rahmen dafür aussehen, hatten die Schüler im Deutschen Theater (DT) in Göttingen erkundet. Der freischaffende Bühnenbildner Steffen Mutschler und die Theaterpädagogin Sinje Kuhn unterstützten sie bei der praktischen Umsetzung. Ihre Arbeit gehört zur DT-Projektreihe „Stadt in Zukunft“ und wird an mehreren Schulen parallel umgesetzt.

Ein Projekt, das nicht nur die 17-jährige Personn-Schülerin Nergis Mustafa „super“ findet und beim Kleben, Malen und Basteln sichtbar Spaß hat. Ihr Bühnenbild zeigt die Heimatstadt ihrer Familie: Mannheim mit Straßenbahn (aus Styropor) und vielen Innenstadtgeschäften (in Form eingearbeiteter Fotos) – zum „Shoppen“.

Gezeigt und von den Schülern der Personn-Realschule selbst vorgestellt werden die „Bühnenbilder ihres Lebens“ am heutigen Dienstag. Die Vernissage beginnt um 18.30 Uhr im Foyer im Juniorgebäude der Schule direkt an der Theodor-Heuss-Straße 29.

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