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Schülerin bedroht und Mutter angegriffen

Klassenkameradinnen Schülerin bedroht und Mutter angegriffen

Massive Drohungen und Körperverletzungen gegen eine 14-jährige Schülerin, ein Angriff gegen ihre Mutter sowie eine Gegenstrafanzeige gegen den Vater des Mädchens beschäftigen seit vergangenen Dienstag die Polizei in Groß Schneen. Die versucht nun, Licht in die gegenseitigen Beschuldigungen zu bringen.

Mit dem Schulwechsel von Arenshausen (Thüringen) ins niedersächsische Friedland ist die 14-jährige Sonja (alle Namen geändert) vom Regen in die Traufe geraten. Weil die Tochter einer aus Westdeutschland stammenden Familie nicht mehr als „Wessi“ angesehen werden wollte, wechselte sie in die Carl-Friedrich-Gauß-Schule. Es dauerte zwei Wochen, da eskalierte ein neuerlicher Konflikt: Zwei Schwestern (14 und 15) sollen die neue Mitschülerin von Beginn an gehänselt, als „Emo“ (Punkerin) beschimpft, ihr vielfach vor der Schule aufgelauert und sie mit dem Tode bedroht haben. Dass sie ein Palästinensertuch trage und die Haare toupiere habe gereicht, um die beiden jungen Musliminnen gegen sie aufzubringen, sagt Sonja.

Vergangenen Dienstag dann der Eklat: Vor der Schule versucht die Mutter des Mädchens, die ihre Tochter zum Schutz vor Übergriffen abholt, die Schwestern zur Rede zu stellen. Es kommt zum Wortgefecht, in deren Verlauf Aysche und Arife die 37-Jährige angreifen, ihr an die Kehle gehen, Mutter und Tochter schlagen. Beide müssen sich später jeweils für mehrere Stunden im Krankenhaus behandeln lassen. Erst eine eingreifende Lehrerin kann die Gewalttätigkeiten beenden.

Die Familie hat Strafanzeigen wegen Bedrohung und Körperverletzung erstattet. Aysche und Arife – beide bereits polizeilich bekannt – kündigten Lehrern gegenüber eine Gegenanzeige wegen „sexueller Belästigung“ an. Denn der Vater Sonjas habe bereits am Freitag zuvor eines der Mädchen an den Arm gefasst, als er es wegen der Bedrohung der Tochter zur Rede stellen wollte. Tatsächlich wird dann aber eine angebliche Körperverletzung angezeigt.

In der Schule ist man wegen der Vorfälle recht ratlos. Dass Eltern nicht ausreicht, was die Schule bei solchen Konflikten unter Schülern unternimmt, und diese dann ihrerseits angegriffen werden, habe man noch nicht erlebt, sagt Schulleiter Jens Haepe.

Von Jürgen Gückel

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