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Schüsse in Göttinger Polizeidirektion: Polizisten ist kein Vorwurf zu machen

Kontroverse Diskussion Schüsse in Göttinger Polizeidirektion: Polizisten ist kein Vorwurf zu machen

Die Anklage gegen  einen 43 Jahre alten Drogenabhängigen wegen der Schüsse in der Polizeiwache, durch die im März zwei Beamte am Bein verletzt wurden, hat eine kontroverse Diskussion ausgelöst.

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Polzeidirektion Göttingen: Hier entwendete der 43-Jährige einem Polizisten die Waffe.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Tageblattleser und einzelne Polizisten, so erste Reaktionen, können nicht nachvollziehen, dass die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage lediglich gefährliche Körperverletzung annimmt und bei dem Täter einen Tötungsvorsatz ausschließt (Tageblatt berichtete). Die Anklage geht davon aus, dass der Mann nicht habe töten wollen, als er die Waffe an sich brachte.

Was sonst, als damit zu schießen, habe jemand im Sinn, wenn er sich der Schusswaffe eines Polizisten bemächtige, fragt hingegen ein Polizist. Noch dazu, wenn er tatsächlich abdrückt.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich die Schüsse im Gerangel um die Waffe lösten. Die heutige Dienstpistole P 2000 verfügt, damit sie ohne Zögern einsetzbar ist, über keine Sicherung, wie sie früher bei P 7 (Griffsicherung) oder Walther (Hebel) üblich waren. Wird sie aus dem Holster gezogen, ist sie schussbereit.

Der Beamte, dem die Waffe während der Abnahme von Fingerabdrücken entrissen wurde, habe auch keinen Fehler gemacht, erklärt Kripochef Volker Warnecke. Ihm sei kein Vorwurf zu machen. Gleichwohl werde darüber nachgedacht, interne Vorschriften zu ändern, um ähnliche Situationen künftig zu vermeiden.

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Ohne Tötungsabsicht

Die Schüsse in den Räumen der Polizeidirektion am 15. März dieses Jahres, durch die zwei Polizeibeamte verletzt wurden, sind ohne Tötungsabsicht abgefeuert worden. Der 43 Jahre alte Täter wird lediglich wegen gefährlicher Körperverletzung mittels einer Waffe angeklagt.

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