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Schul-Essen: Stadt legt 660 000 Euro Mensa drauf

Schülerpreis für Mensa-Essen deckt 70 Prozent der Kosten Schul-Essen: Stadt legt 660 000 Euro Mensa drauf

Das Essen in Göttinger Schulen liegt einigen ganz schön schwer im Magen. Zumindest im übertragenen Sinn grummelt es immer wieder, wenn Schulen und Stadtverwaltung über die Mensa-Angebote verhandeln. Vor allem aus den Gymnasien gibt es Klagen – manchmal über Geschmack und Zusammenstellung der Speisen, oft über das Bestell- und Abrechnungssystem.

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Ohne Zuschuss zu teuer: Mittagessen in der Hagenbergschule.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Denn inzwischen müssen die Kinder an allen Schulen mit Mensabetrieb  schon eine Woche im Voraus entscheiden, ob, wann und was sie in der Woche darauf essen wollen.

Wird ein Kind dann zum Beispiel krank, muss es das Essen dennoch bezahlen. Hinzu kommen Klagen, das Essen schmecke nicht. Folge: immer weniger Bestellungen – und die Schulverwaltung droht damit, den Dienst einzustellen.

Die Verwaltung begründet ihre Position und ihr Bestell-Modell vor allem mit wirtschaftlichen Aspekten. Die Stadt kocht in vier eigenen Küchen im Rathaus, in der IGS, in der KGS und an der Voigt-Realschule Essen für alle weiterführenden Schule, für mehrere Grundschulen mit Ganztagsprogramm, für etliche Kindergärten und für die eigenen Mitarbeiter. Im Schulausschuss stellte der Fachdienst Küchenbetriebe jetzt Eckpunkte „Wirtschaftlichkeit“ der Küchen und Mensen vor.

Danach wurden 2012 alleine an Schulen 558 057 Essen ausgegeben, knapp 5000 mehr als im Jahr davor. Die Ausgaben für Ware, Personal. Energie, Transport und Abschreibung summierten sich auf gut 2,25 Millionen Euro. Über die Essenspreise seien aber nur 1,59 Millionen  eingenommen worden. Das entspreche einem Kostendeckungsgrad von 70,1 Prozent, so die Leiterin der Küchenbetriebe, Anja Köchermann.

Und die Stadt habe knapp 660 000 Euro als Zuschuss drauf gelegt. Beim Kita-Essen mit mehr als 106 000 Portionen lag der Kostendeckungsgrad bei 77,5 Prozent. Um die Kosten niedriger zu halten, werde unter anderem zentral eingekauft – dies mit einer Woche Vorlauf.

Um ihren Anteil zu reduzieren, hat die Stadt die Essenspreise gerade erst um 25 Cent auf 3,25 Euro erhöht. Damit will sie in diesem Jahr rund 120 000 Euro mehr einnehmen. Und die Preise werden laut Ratsbeschluss noch weiter steigen: immer zum 1. Februar eines Jahres um drei Prozent.

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