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Schul-Tüv: Top Noten für Hagenbergschule

Gutes Lernklima trotz schwierigen Umfeldes Schul-Tüv: Top Noten für Hagenbergschule

Die Hagenbergschule in Göttingen hat beim sogenannten Schul-Tüv außergewöhnlich gut abgeschnitten. Elf von 15 Qualitätskriterien bewerteten die Inspekteure des Landes Niedersachsen mit der Stufe 3 als „eher stark als schwach“, zwei mit der bestmöglichen Note 4 und damit als „stark“.

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Gute Lernatmosphäre: Kinder in der Pausenhalle der Hagenbergschule.

Quelle: Hinzmann

Nur zwei Bereiche sind im Abschlussbericht zur Schulinspektion „eher schwach als stark (Note 2) weggekommen. In keinem Qualitätsmerkmal ist die Schule „schwach“ (Bewertung 1). Das zentrale Fazit der Prüfer: Die Hagenbergschule „erfüllt insbesondere durch ihre vielfältigen Integrationsmaßnahmen und umfangreichen Angebote zum sozialen Lernen in vorbildlicher Weise den Bildungsauftrag des niedersächsischen Schulgesetzes“.

Bei einer Schulinspektion werden schriftliche Angaben der Schule ebenso berücksichtigt wie ein mehrtägiger Unterrichtsbesuch inklusive Interviews mit Eltern und Schülern. Zum Abschluss bewerten die Prüfer 16 Qualitätskriterien. Sie sind weiter untergliedert in 97 Teilkriterien. Bei 22 davon bekam die Grundschule am Hagenberg ein Doppelplus – hier trifft der jeweils geprüfte Qualitätspunkt „in besonderem Maße“ zu. Ein Doppelplus ist die höchste von vier möglichen Bewertungen und wird nach Insider-Angabe eher selten vergeben. „Besonders stark“ ist die Hagenbergschule nach Ansicht der Prüfer im Bereich „pädagogisches Klima“ und der damit einhergehenden „unterstützenden Lernatmosphäre“. Auch zum Qualitätskriterium „Schulklima und Schulleben“ stellen die Prüfer fest, dass „insgesamt ein respektvoller und freundlicher Umgang herrscht“ und sich die Schüler „sehr sicher und wohl fühlen“. Die Schule werde außerdem geprägt durch ein „engagiertes und motiviertes Kollegium“ und eine Schulleiterin mit großer „Führungsverantwortung“.
Als Grundschule mit einem schwierigen Wohnumfeld am Holtenser Berg und vergleichsweise hohem Anteil ausländischer Kinder leidet die Hagenbergschule seit Jahren unter einem schlechten Ruf. Dieser sei mit dem Inspektionsergebnis „eindeutig widerlegt“, sagt Schulleiterin Christine Wardius. Die Prüfer betonen sogar, dass an der Schule „trotz ihres schwierigen sozialen Umfeldes ein respektvoller Umgang miteinander herrsche. Von den meisten Schülern, Eltern und Pädagogen werde die kulturelle Vielfalt als Bereicherung und nicht als Last empfunden.
Der Unterricht biete den Kindern – auch durch einen „konsequent eingehaltenen Ordnungsrahmen“ – ein gutes Lernklima. Bei der differenzierten Wissensvermittlung und Förderung sehen die Prüfer zwar Verbesserungspotentiale – zum Beispiel durch mehr Gruppen- und eigenständige Projektarbeit. Sie weisen aber auch darauf hin, dass die Schule dieses bereits erkannt habe und durch Fortbildungen nachbessere. Im Bericht wird auch auf eigens entwickelte Förderkonzepte für die Fächer Deutsch, Rechtschreibung, Mathematik und soziale Kompetenz hingewiesen. Es gebe Projekte zur Gewaltprävention, zu gesunder Ernährung, Schwimmunterricht und eine Auszeichnung als „sportfreundliche Schule“. Positiv aufgefallen ist in der Schulinspektion außerdem eine große Anzahl Kooperationspartner, mit denen die Schule Zusatzangebote ermögliche – besonders im Musik- und im Sportbereich.

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