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IGS-Eltern in Aufruhr

Schulanmeldungen IGS-Eltern in Aufruhr

Unter den Eltern der IGS in Göttingen-Geismar baut sich eine Protestwelle auf. Sie fürchten vor allem um den Geschwisterbonus bei Neuanmeldungen. Zugleich fordern CDU und FDP die Stadt auf, Landesvorgaben einzuhalten und für alle weiterführenden Schulen einen gemeinsame Anmeldetermin einzurichten.

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Göttingen. Die Nachricht, dass die Gesamtschulen in Göttingen ihren Sonderstatus als Angebotsschulen laut Landesschulbehörde verloren haben, schlägt im gesamten Raum Göttingen hohe Wellen. Der Elternvorstand an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule holt sich mit der Schulleitung juristischen Beistand. Viele Eltern äußern sich in Briefen an die Schule und an das Tageblatt entsetzt.

Am Donnerstag war in breiter Öffentlichkeit bekannt geworden, dass die Göttinger Gesamtschulen bei der Anmeldung neuer Fünftklässler nicht mehr nach Leistungsniveau differenzieren und so ihre Schülerverteilung steuern dürften. Auch die bevorzugte Aufnahme von Geschwisterkindern sei nicht zulässig. Hintergrund: Seit es in Göttingen keine Haupt- und Realschulen mehr gibt, greift für sie nach Auffassung der Landesschulbehörde Paragraf 59a im Schulgesetz nicht mehr, der genau das ermöglicht, wenn sie überlaufen sind.

”Die Möglichkeit, beide Kinder auf dieselbe Schule zu schicken, war für uns mit ausschlaggebend für die Schulwahl”, heißt es in einem von vielen Eltern-Schreiben. “Gelinde gesagt: Es wäre eine Katastrophe, wenn R. nicht auf Ihre IGS käme!”, klagen andere. Der Schulelternrat werde sich mit einem Fachanwalt beraten, bestätigte die Vorsitzende Suse Stobbe. Ziel sei es, die bisherige Anmeldepraxis weiter umsetzen zu dürfen. Sie sei wesentliches Element des Gesamtschul-Konzeptes. An einer IGS in Langenhagen habe ein Gericht die Geschwisterregel bei gleicher Ausgangslage gestützt. Geprüft werden solle auch die mögliche Anwendung des Paragrafen 59a, wenn die katholische Bonifatiusschule II als Oberschule in die Betrachtung der Schulbehörde einbezogen würde.

Unterdessen fordert die Rats-CDU die Stadt auf, für Gesamtschulen und Gymnasien nur noch einen gemeinsamen Anmeldetermin festzulegen. Bisher konnten Kinder erst an einer IGS vorsprechen, wurden sie abgelehnt, konnten sie in der zweiten Runde ihr Wunschgymnasium anpeilen. Daran will die Stadt nach Verwaltungsangaben festhalten. Das aber sei unter der neuen Rechtslage nicht mehr nötig und gerechtfertigt, so die CDU. Ähnlich argumentiert die FDP-Ratsfraktion, schlägt aber bei nur einem Anmeldtermin auch “menschlich vertretbare Kriterien wie einen Geschwisterbonus” vor.

Unterdessen hat der Göttinger Kreistag am Donnerstag einen Antrag des SPD zum Anmeldeverfahren an Göttinger Gesamtschulen an seinen Schulausschuss verwiesen. Die SPD protestiert darin gegen die bisherige Praxis und fordert unter anderem “mehr Chancengleichheit” für leistungsschwache Kinder.

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