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Schulpreis: Gute Chancen für IGS

Jury lobt Göttinger Gesamtschule Schulpreis: Gute Chancen für IGS

„Beeindruckend, imponierend, einzigartig, außergewöhnlich“ – viel stärker können Positiv-Wertungen kaum sein. Die Jury für den Deutschen Schulpreis 2011 macht kein Geheimnis daraus, wie begeistert sie von der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule ist. Und sie räumt ein, dass sie keinen einzigen Kritikpunkt gefunden hat. Zwei Tage begutachteten fünf Experten die IGS in Göttingen-Geismar. Sie sind auf der Suche nach den besten Schulen in der Bundesrepublik.

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Für die Jury „einzigartig“: Eine typische Tischgruppe an der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule.

Quelle: EF

Ob die IGS bei der Preisverleihung Anfang Juni in Berlin tatsächlich als Sieger ausgezeichnet wird, sei trotz dieser ersten Wertungen „natürlich völlig offen“, sagte Günter Gerstberger, Bereichsleiter für Bildung und Gesellschaft der Robert Bosch Stiftung. Die Konkurrenz sei groß und stark: 119 Schulen hatten sich für den Schulpreis 2011 beworben, 20 wurden nach einer Vorauswahl für die Besuchs-Runde nominiert. Zu dieser Gruppe gehört auch die Göttinger IGS (Tageblatt berichtete). „Und schon das allein zeigt, dass sie eine sehr gute Schule ist“, so Gerstberger.

Zum fünften Mal zeichnen die Robert Bosch Stiftung und die Heidehof Stiftung die besten Schulen aus. Ungewöhnlich: Der Preis ist für alle allgemeinbildenden Schulen ausgelobt, unabhängig von der Schulform. Grund- und Förderschulen haben mit guten Konzepten ebenso große Chancen wie Gymnasien oder Gesamtschulen. „Entscheidend ist für uns die pädagogische Qualität“, erklärte Gerstberger.

Bei ihrer Suche nehmen die Juroren möglichst viel am Unterricht teil und sprechen mit Schülern, Lehrern und Eltern. Dabei geben sie Wertungen in sechs Qualitätsbereichen ab: Leistung, Umgang mit Vielfalt, Unterrichtsqualität, Schulleben sowie Schule als lernende Institution. Die Siegerschule bekommt 100 000 Euro, vier weitere bekommen jeweils 25 000 Euro. Zudem gibt es zwei Sonderpreise mit je 15 000 Euro.

An der IGS notierten die Juroren – alle anerkannte Pädagogen und Stiftungsmitglieder – viele Qualitätsmerkmale und positive Eindrücke: „Hoch bemerkenswert“ sei das „Teamprinzip auf allen Ebenen“. Für die Experten „bisher einzigartig“ seien die wechselnden Tischgruppen, in denen die Schüler unabhängig vom Leistungsstand „ungewöhnlich kreativ, kritisch aber respektvoll“ miteinander arbeiteten. Dabei bekomme es die IGS hin, „dass ihre Schüler auch im Abschluss Höchstleistungen bringen und ihre Schule gleichzeitig mit einem großen Selbstbewusstsein und hoher Lebensfähigkeit verlassen“.

Schulleiter Wolfgang Vogelsaenger erinnerte an die Anfänge der IGS vor gut 40 Jahren und lobte die Stadt: Engagierte Pädagogen hätten vieles ändern wollen und zunächst die pädagogischen Elemente der IGS erarbeitet. Dann erst habe die Stadt das dazu passende wie ungewöhnliche Gebäude gebaut. Auch das fiel der Jury auf.

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Auch wenn die Göttinger Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule (IGS) die Jury des Deutschen Schulpreises mit ihrem pädagogischen Konzept überzeugt hat und am Freitag die höchstdotierte Schulauszeichnung Deutschlands gewonnen hat: Auch an der IGS muss künftig bereits nach zwölf statt nach 13 Jahren das Abitur geschrieben werden.

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