Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 5 ° Regen

Navigation:
Schutz für Grundwasser

Kooperationsvertrag Schutz für Grundwasser

Landwirte und Wasserversorger in der Kooperation „Obere Weser“ haben einen Vertrag zum vorbeugenden Grundwasserschutz abgeschlossen. Damit seien bis 2013 Wasserschutz-Beratung und sogenannte freiwillige Verein­bar­ungen gesichert, teilte der Wasserverband Peine mit. Einträge aus der Landwirtschaft in das Grundwasser sollen minimiert werden. Das Geld kommt von der EU und vom Land aus dem sogenannten Wassergroschen, der Abgabe für Wasserentnahmen.

Die Kooperation Obere Weser ist im Bereich der Trinkwassergewinnunggebiete Hemeln, Klus, Oberode, Bramwald, Scheden, Speele, Nienhagen und Uschlag aktiv. Sie wird getragen von 136 Landwirten, dem Wasserverband Peine sowie den Versorgungs­betrieben Hann. Münden. Für fünf Jahre stehen rund 446000 Euro zur Verfügung.

Durch die Änderung des Niedersächsischen Wassergesetzes 2007 gehen zahlreiche Aufgaben vom Land auf die Wasserver­sorgungs­unternehmen über. So sind sie zum Beispiel für Auszahlungen an Landwirte und die Über­wachung zuständig. Der fünfjährige Rahmenvertrag ist aber mit dem Land abgestimmt. Das Schutzkonzept besteht aus zwei Säulen: der Beratung und den freiwilligen Vereinbarungen. „Das neue Kooperations­modell erhöht die Planungs­sicherheit“, betont Markus Quirin vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), der die Kooperation Obere Weser betreut. Vorher habe jährlich neu beantragt und geprüft werden müssen.
Gewässerschonend bearbeiten

Ein Landwirt verpflichtet sich beispielsweise zur mehrjährigen Begrünung und zur Aussaat einer Gräsermischung auf seiner Ackerfläche bis spätestens 1. September. Dabei wird der Stickstoff in den Pflanzen gebunden, sodass das Risiko einer Auswaschung von Nitrat in das Grundwasser minimiert werden kann. In der Kooperation Obere Weser wird viel Raps angebaut mit anschließender Aussaat von Wintergetreide. Der moderne Körnerrapsanbau ist nach der Ernte vielfach von hohen Stickstoffemissionen begleitet. Mit einer Vereinbarung verpflichten sich Landwirte, direkt nach der Rapsernte keine Bodenbearbeitung durchzuführen, häufig die wirkungsvollste Maßnahme zur Vermeidung hoher Nitratgehalte im Herbst. Landwirte bekommen Mehrkosten oder Mindererträge durch gewässerschonende Bearbeitung erstattet, dürfen aber keinen Gewinn oder Mitnahmeeffekt erzielen.

ft

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Anzeigenspezial
Die schönsten Schneebilder unserer Leser
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt