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Schweizerhaus im Gut Riekenrode ausgebrannt

Wohnhausbrand Schweizerhaus im Gut Riekenrode ausgebrannt

Das sogenannte Schweizerhaus des einsam gelegenen Gutshofes Riekenrode östlich von Sattenhausen ist in der Nacht zu Sonntag ein Raub der Flammen geworden. Eines von vier ehemaligen Mitarbeiter-Reihenhäusern wurde total zerstört. Die Bewohner, ein Vater mit seinem Sohn, die den Brand entdeckt hatten, konnten sich rechtzeitig retten. Verletzte gab es nicht. Der Schaden wird auf 100 000 Euro geschätzt.

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Nicht zu retten: Das mittlere der Reihenhäuser brennt aus.

Quelle: Fädrich

86 Feuerwehrleute kämpften die ganze Nacht, um ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile zu verhindern. In einem Gewaltakt musste eine drei Kilometer lange Versorgungsleitung vom Wassernetz in Sattenhausen bis zur Unglücksstelle gelegt werden. Sogar die Feuerlöschreserve des Wasserverbandes Dachsberg musste geöffnet werden, um die Wasserversorgung im Ortsnetz nicht zusammenbrechen zu lassen.

Das Feuer wurde um 20.03 Uhr gemeldet. Anwohner berichten, zuvor einen lauten Knall gehört zu haben. Die Unglücksursache ist allerdings noch völlig unklar. Sofort wurden sieben Wehren der Gemeinde Gleichen alarmiert. Als sie eintrafen, stand der Dachstuhl bereits in hellen Flammen. Der starke Wind tat ein Übriges, die weiteren Gebäude des Gutes zu gefährden. Dank eines sofortigen Löschangriffs konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude weitgehend verhindert werden.

Weil schnell klar war, dass der 50 Kubikmeter große Löschwasserbehälter des Gutshofes nicht ausreichen würde, rief Gemeindebrandmeister Heiko Böhlken Hilfe aus den Nachbargemeinden Duderstadt und Radolfshausen, von wo ein Schlauchwagen mit 2000 Metern B-Schlauch eintraf. 150 Schläuche mussten verlegt werden, ehe die drei Kilometer lange Leitung stand; gerade noch rechtzeitig, ehe die letzten Liter des örtlichen Löschwasserbehälters verbraucht waren. Drei Tanklöschfahrzeuge standen zusätzlich zur Sicherheit bereit.

Der Brand zeige, so Böhlken, wie wichtig gerade in den einsam gelegenen Höfen eine ausreichene Löschwasserreserve sei. Erst jüngst war im Gut Sennickerode eine neue Löschwasserzisterne in Betrieb genommen worden. Einen Einsatz, bei dem derart lange Schlauchleitungen zu verlegen waren – mit allen Schwierigkeiten geplatzter Schläuche und nächtlich dunkler Feldwege – habe man bisher nie gehabt.

Bis nach 4 Uhr waren die Wehren mit Löschen beschäftigt, bis acht Uhr am Sonntagmorgen wurde Brandwache gehalten. Die Polizei hat den Brandort inzwischen zur Ermittlung der Brandursache beschlagnahmt.

Von Jürgen Gückel

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