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Science Slam 2017 der Göttinger Berufsschulen

Aus dem Leben Science Slam 2017 der Göttinger Berufsschulen

Mit einem witzigen Vortrag über ein ernstes Thema hat Jerome Müller den Science Slam von Göttingens drei Berufsbildenden Schulen (BBS) gewonnen. Er sprach über das unheilvolle Zusammenspiel von Fettleibigkeit und Bluthochdruck, Zuckerkrankheit und Stoffwechselstörungen.

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Science Slam der Berufsbildenden Schulen: Anna-Lena Wolters und Catharina Fuß mit ihrem "Marketingkonzept“ für eine Fastfood-Kette.

Quelle: Niklas Richter

Göttingen. Mit einem witzigen Vortrag über ein ernstes Thema hat Jerome Müller den Science Slam von Göttingens drei Berufsbildenden Schulen (BBS) gewonnen. Er sprach über das unheilvolle Zusammenspiel von Fettleibigkeit und Bluthochdruck, Zuckerkrankheit und Stoffwechselstörungen.

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„Alle teilnehmenden Schüler haben ein Thema aus ihrem beruflichen Profil ausgewählt“, berichtete Verena Hegemann, die an der BBS III die Abteilung berufliches Gymasium leitet. Mit einem witzigen Vortrag über ein ernstes Thema hat Jerome Müller den Science Slam von Göttingens drei Berufsbildenden Schulen (BBS) gewonnen.

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Als „tödliches Quartett“ seien die vier Faktoren bekannt, erklärte der Gymnasiast den mehr als 120 Zuhörern in der Pausenhalle der BBS III am Ritterplan. In der Medizin spreche man vom „metabolischen Syndrom“ so Müller, der als Arzt verkleidet auf der Bühne erschienen war. Es werde durch eine zu fettige und zu süße Ernährung, Bewegungsmangel, Alkohol und Zigaretten gefördert, warnte der Schüler im Fachbereich Gesundheit und Soziales. Das Publikum kürte ihn am Ende der von Lars Wätzold moderierten Veranstaltung mit donnerndem Applaus zum Sieger. Damit ging der Science-Slam-Pokal, den es seit 2016 gibt, zum zweiten Mal an die BBS am Ritterplan.

Was es mit dem demografischen Wandel auf sich hat, erläuterten Gymnasiasten der BBS I (Wirtschaft). „Wir machen es ganz einfach, damit es auch die Schüler der BBS III verstehen“, frotzelten sie und fingen sich prompt Buh-Rufe der Geschmähten ein. Mit Rollenspielen und Bildern kopulierender Schildkröten erläuterten Hanna Wedekind, Vivien Tzouvaras, Marek Gaugel und Maurice Lichtenberg, wie unter anderem die Emanzipation der Frauen und die Pille zu sinkenden Geburtenraten, wachsender Wohlstand und medizinischer Fortschritt zugleich zu einer höheren Lebenserwartung führten. So ständen immer weniger Jüngere immer mehr Älteren gegenüber.

Ökonomische Fehlanreize trieben die Kosten im Gesundheitssystem hoch, führte BBS-I-Gymnasiastin Rebecca Otto aus. Weil Gesundheit scheinbar nichts koste, gingen manche Leute ständig zum Arzt, trieben Risikosport oder ernährten sich falsch.

Das Marketingkonzept einer Fast-Food-Kette nahmen die BBS-III-Schülerinnen Anna-Lena Wolters und Catharina Fuß auseinander. Sarkastisch schlugen sie vor, Fitnessgeräte in der Burgerbraterei aufzustellen. So ließen sich angefressene Pfunde gleich wieder abtrainieren. Harun Pisken von der BBS II (Technik) beschrieb, wie er sich Gameboy-Spiele auf den PC zieht.

Science Slam in den BBS 3 Am Ritterplan der Beruflichen Gymnasien in der Stadt Göttingen

Science Slam in den BBS 3 Am Ritterplan der Beruflichen Gymnasien in der Stadt Göttingen. Foto: Der Pokal.

Quelle: Niklas Richter

Mit dem Rechtsruck in Deutschland befassten sich Maha Rascho und Jannick Finke von der BBS III in einer durchdachten und witzig aufbereiteten Präsentation. Ihr Start war allerdings holprig. Als Moderator Wätzold sie auf die Bühne rief, mussten die beiden erst gesucht werden. Wätzold: „Schon mutig, dass ihr euch so etwas traut.“ Einen Kurzfilm hatten die BBS-II-Abiturienten Louis Rienäcker und Florian Backhaus gedreht.

„Alle teilnehmenden Schüler haben ein Thema aus ihrem beruflichen Profil ausgewählt“, berichtete Verena Hegemann, die an der BBS III die Abteilung berufliches Gymasium leitet. Fast 20 Prozent der Abiturienten in Deutschland machten ihren Abschluss auf einem beruflichen Gymnasium, betonte sie. Absolventen ständen alle Studienfächer offen. Den nächsten BBS-Science-Slam richtet 2018 die BBS II aus.

Von Michael Caspar

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