Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Seit Jahren befürchtetes Szenario „Musste ja so kommen“

Bahnhof Friedland

„Musste ja so kommen“

Es weht ein eisiger Wind. Ein paar Stunden nach dem tödlichen Unfall am Friedländer Bahnhof scheint alles normal zu sein. Menschen stehen an den Bahngleisen – andere müssen sich beeilen, um den Zug zu erwischen. Viele Friedländer scheinen nichts von dem Todesfall an den Gleisen zu wissen. Eine Mitarbeiterin des nahen Gasthauses ist schockiert: „Davon habe ich noch gar nichts gehört.“

Unmissverständlich: Verbotsschild neben dem Bahnhof.

© Pförtner

Anderen war aber schon lange klar, dass irgendwann etwas passieren würde: „Es musste ja so kommen“, meint eine langjährige Anwohnerin sichtlich betroffen, die gerade spazieren geht. „Wenn die Bahnschranke unten ist, versuchen Leute schneller auf die andere Seite der Gleise zu kommen. Viele von ihnen wollen in das Lager“, so die dem Grenzdurchgangslager Friedland nahestehende Anwohnerin.

Zwei andere Anwohnerinnen unterhalten sich am Straßenrand über den Vorfall. „Es ist grausam, was heute morgen passiert ist“, meint eine von ihnen. Sie hat gehört, dass ein Junge das Unglück gesehen haben soll: „Er sagte, dass die Frau auf die Schienen gegangen sei, obwohl der Zug schon sichtbar war“, berichtet sie ungläubig.

fri

Mehr zum Artikel
Frau von Güterzug erfasst

Ein schrecklicher Unfall im Bahnhof Friedland hat eine 63 Jahre alte Spätaussiedlerin aus Kasachstan am Freitagmorgen das Leben gekostet. Die zuletzt in Baden-Württemberg lebende Frau hatte gerade ihren achtjährigen Enkel aus dem Grenzdurchgangslager Friedland abgeholt und versucht, ihren Zug nach Göttingen zu erreichen, indem sie mit Kind und Koffer den Gleiskörper überquerte.

mehr
Anzeigenspezial
Die Bilder der Woche vom 2. bis 8. Dezember
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt