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Seriös und „guerillamäßig“

Volkshochschule Seriös und „guerillamäßig“

Die Göttinger Volkshochschule (VHS) will unter neuer Leitung ihr Angebot ausweiten, schneller auf Kundenwünsche reagieren, am Image feilen und bereits im November ihr erstes Winterangebotprogramm auf den Markt bringen. Das kündigte der neue VHS-Leiter Thomas Eberwien an.

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VHS will präsenter werden: Leiter Thomas Eberwien.

Quelle: CR

Der Herberhäuser, zuletzt Leiter der Kreisvolkshochschule Wetterau bei Frankfurt, löste zum 1. Oktober Günter Blümel ab, der nach mehr als 30 Jahren als VHS-Geschäftsführer in den Ruhestand trat.

„Wir sind der größte Weiterbilder der Region und brauchen uns nicht zu verstecken“, so Eberwien. „Die Frage ist nur, wie bringen wir es an den Mann und die Frau.“ Die VHS soll präsenter werden und die Zahl der Kundenkontakte erhöhen. Dazu dient auch das neue Wintersonderheft, das wie auch ein zusätzliches Sommerprogramm in Zukunft regelmäßig angeboten werden wird. Das Sonderheft wird für den Winter rund 70 zusätzliche Kurse anbieten, so etwa auch „Kochen auf Spanisch“. Fremdsprachen lernen, etwas über Gesundheit und Kochen erfahren und nebenbei vielleicht auch eine Idee für das Weihnachtsessen bekommen. „Ein erster Aufschlag“, so Eberwien.

Solche Spezialangebote sollen ausgebaut werden, möglicherweise auch mit einem Programm für Kinder. Eberwien setzt dabei auch auf Ideen aus dem Pool der rund 500 Dozenten. Der übliche Katalog im Frühjahr und Herbst wird weiter erscheinen. Das seriöse Image von Volkshochschulen soll beibehalten, aber aufgefrischt werden, auch mit überraschenden, „guerillamäßigen“ Aktionen, beispielsweise bei Kultur-Events, ist das Ziel von Eberwien.

„Lernen muss Spaß machen“ ist das Motto des neuen Leiters. „Lebenslanges Lernen ist keine Strafe, sondern einfach eine Lebensnotwendigkeit.“ Weiterbildung sei wichtiger denn je, nicht nur bei der Integration, ist Eberwien überzeugt: „Was wir verkaufen, ist eigentlich Zukunft.“

Die Göttinger VHS bietet im Jahr zwischen 1200 und 1400 Kursen von der Einzelveranstaltung bis zu Lehrgängen und speziellen Firmenschulungen an mit 55 000 Unterrichtsstunden. Der Etat beträgt knapp fünf Millionen Euro. Die Stadt zahlt in diesem Jahr außer der Reihe etwa 600 000 Euro Zuschuss. Die VHS-Mitarbeiter müssen in diesem Jahr und in den beiden folgenden Jahren eine rund sechsprozentige Gehaltskürzung hinnehmen. Eine bessere Auslastung der VHS und höhere Erträge sollen Kürzungen des Landes ausgleichen. Eine engere Kooperation oder Fusion mit der Kreisvolkshochschule werde nach der Kommunalwahl wieder auf die Tagesordnung kommen, sagt der Vorsitzende des VHS-Trägervereins, Klaus Wettig.

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