Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Hinter der Schattenwand

Shadowland 2 kommt nach Göttingen Hinter der Schattenwand

Die Inszenierung „Shadowland 2“ ist am 12. März in der Göttinger Lokhalle zu sehen. Dazu zeigt die amerikanische Tanzkompanie Pilobolus mit dem Einsatz von Körpern, Licht und Leinwand eine ausgeklügelte Schatten-Show. Das Tageblatt sprach mit Regisseur, Autor und Tänzern über ihre Arbeit.

Voriger Artikel
Einigkeit über das Ziel, Entscheidung vertagt
Nächster Artikel
"Hauptsache, die Fifa hat noch mehr Geld in der Tasche"

In „Shadowland 2“ spielen Geschichten und Illusionen in der Zukunft.

Quelle: R

Göttingen. „Shadowland ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung“, erklärt Produzent Itamar Kubovy.  Es gebe keine Hierarchie, dafür einen gemeinsamen Arbeitsraum, in dem sämtliche Ideen aller Beteiligten an einer großen Wand festgehalten werden. Die Vorschläge werden dann an Autor, Musiker und Choreografen geschickt, die viele Vorschläge umzusetzen. „Diese vielen, teilweise verrückten Ideen einzubauen, das ist der Kern, den Shadowland ausmacht“, sagt der Produzent.

In „Shadowland 2“ spielen Geschichten und Illusionen in der Zukunft. Die Tänzer verwandeln sich als Schatten zu Landschaften, Autos und Maschinen und bilden mit ihren Körpern Wälder, Gebäude und Fabelwesen nach Handlung und Stimmung vermitteln sie ohne Worte und Mimik, sie nutzen nur ihre Bewegungen und die für Shadowland komponierte Musik.

Um das zu kreieren, lebt die Pilobolus-Crew während der Entstehungsphase als Kollektiv in einem kleinen, ländlichen Ort in Connecticut, zwei Stunden nördlich von New York City. Viele Mitglieder wohnen auch privat zusammen.

Auf der Suche nach neuen Wegen bündeln sie ihre gesamte kreative Energie, um ihre Körper immer wieder neu als grafisches und expressives Medium einzusetzen. „Wir müssen uns auch mal trauen, einen anderen Weg zu gehen und akzeptieren, dass Menschen unterschiedlich sind“, sagt Kubovy über die Produktion.

Dazu brauchen die Tänzer unglaublich viel Kraft. Wie oft sie trainieren? „Acht Stunden täglich, in der Vorbereitungszeit etwa zwölf Stunden“, verrät Dance-Captain Shawn Ahern. Mit Yoga, Tennis, Laufen oder Akrobatik bereiten sich die Tänzer auf den Tag vor, dann wird geprobt.

Obwohl die Show absolut präzise scheint, setzt Pilobolus während der Aufführung auch auf Improvisation: „Dann kommst du mit einer ganz anderen Energie in die Show“, erklärt Ahern.

Auch die Handlung wird immer weiterentwickelt. „Das ist schließlich Theater und kein Film“, sagt Shadowland-Autor Steven Banks. „Wir beobachten auch die Reaktionen des Publikums ganz genau und studieren sie“, sagt er. Das Tanztheater Pilobolus ist eine Art Familie und wurde 1971 gegründet.

Während für viele Tänzer ab einem bestimmten Alter die Karriere endet, geht sie bei Pilobolus weiter: „Du kannst immer Weitertanzen, auch wenn du eigentlich schon raus bist“, verrät Sayer Mansfield. Die 24-jährige Tänzerin mimt in Shadowland 2 die Hauptfigur des kleinen Vogels. Was sie an Pilobolus schätzt? „Wir sind keine Clone, sondern eine sehr bizarre Mischung aus Individuen.“

Karten für die Aufführung in der Göttinger Lokhalle am Sonntag, 12. März, 19 Uhr, sind auf tickets.goettinger-tageblatt.de erhältlich.

Von Kathrin Westphal

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt