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Sieben Fragen an sieben Kandidaten Sieben Fragen an Benjamin Richter (Piraten)

Landtagswahl Sieben Fragen an Benjamin Richter (Piraten)

Windräder und Bioenergie, Kreisfusion ja oder nein, Autobahnstaus und überlastete Ausweichstrecken, Schulpolitik, Ausbau des Stromnetzes - das Tageblatt hat den Landtagskandidaten der Wahlkreise 15, 16, 17 und 18 sieben Fragen gestellt. Hier die Antworten von Benjamin Richter (Piraten).

 
1. Windräder und Bioenergieanlagen: Ist der Landkreis schon zu voll gestellt?  
Als Maßstab für die Genehmigung von Windenergieanlagen sollten zunächst Umweltaspekte und dann die Lebensqualität der Anwohner berücksichtigt werden. Ästhetische Aspekte müssen hinter die praktischen Anforderungen an ein modernes Energiekonzept zurücktreten. Bioenergieanlagen sind überall dort sinnvoll, wo genügend Pflanzenabfälle anfallen. Den Anbau von reinen Energiepflanzen lehnen wir ab.
 
2. Kreisfusion mit Osterode und Northeim: Ja oder Nein?
Die Kreisfusion wird von den Befürwortern gerne als „alternativlos“ dargestellt. Ein konkreter Nutzen, den die Fusion insbesondere den kleineren Partnern Northeim und Osterode bringen soll, ist bisher nicht erkennbar. Wir möchten viel mehr grundlegende Konzepte zur interkommunalen Zusammenarbeit entwickeln,  die es Kreisen und Kommunen erleichtern, dort zusammenzuarbeiten, wo es sinnvoll ist.
 
3. Berufsbildende Schulen: Zentrale oder dezentrale Angebote?
Wir setzen uns für ein dezentrales Bildungssystem ein. Insbesondere bei den berufsbildenden Schulen ist jedoch eine Vielfalt nötig, die eine einzelne Schule nicht bieten kann. Daher sind die kommunalen und privaten Bildungsträger aufgerufen, die Zusammenarbeit der Einrichtungen untereinander voranzutreiben und gemeinsame Konzepte zu entwickeln.
 
4. Was tun gegen das Ausbluten der kleinen Dörfer?
Der Betrieb von Einkaufsmärkten ist in kleinen Dörfern oft nicht wirtschaftlich möglich. Eine gezielte Förderung und Koordination von ehrenamtlichem Engagement wie zum Beispiel in Dorfläden kann hier einen Ausgleich schaffen, wenn die Bürger bereit sind, sich für ihr Dorf einzusetzen. Öffentliche Verkehrsmittel müssen auch in abgelegenen Orten regelmäßig und kostengünstig zur Verfügung stehen.
 
5. Ständig Stau auf der Autobahn und dann auf den Ausweichstrecken: Wie bekommt man den Verkehr aus den Wohngebieten?
Wir setzen uns für den fahrscheinlosen öffentlichen Personennahverkehr ein, bei dem die Verkehrsmittel von allen Bürgern ohne den Kauf eines Fahrscheins genutzt werden können. Dadurch werden die öffentlichen Verkehrsmittel gegenüber dem Auto interessanter und können flexibler genutzt werden.
 
6. Bildungspolitik: Welche Schulform hat Zukunft?
Wir halten es für wichtig, jedem Schüler eine Schullaufbahn zu ermöglichen, die seiner individuellen Entwicklung angepasst ist. Dazu ist ein flexibles und durchlässiges Schulsystem unerlässlich. Daher setzen wir uns dafür ein, die Gesamtschule zur Regelschule zu machen. Andere Schulformen wie Gymnasien oder Oberschulen sollen aber weiterhin möglich sein.
 
7. 380-kV-Leitung: Trotz hoher Kosten in die Erde? Oder dann lieber verzichten?
Wir sprechen uns für den Ausbau bereits vorhandener Stromnetze aus und unterstützten Bemühungen der Bürger nach weitestgehender Erdverkabelung.
Hierbei sollte eine neutrale Diskussionsgrundlage gefunden werden, die nicht vorwiegend auf kurzfristigen Kosten und ästhetischen Aspekten basiert. Insbesondere Umweltaspekte sind auch bei Erdverkabelung zu berücksichtigen.
 
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