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Sieben Fragen an sieben Kandidaten Sieben Fragen an Michael Selke (FDP)

Landtagswahl Sieben Fragen an Michael Selke (FDP)

Windräder und Bioenergie, Kreisfusion ja oder nein, Autobahnstaus und überlastete Ausweichstrecken, Schulpolitik, Ausbau des Stromnetzes - das Tageblatt hat den Landtagskandidaten der Wahlkreise 15, 16, 17 und 18 sieben Fragen gestellt. Hier die Antworten von Michael Selke (FDP).

 
1. Windräder und Bioenergieanlagen: Ist der Landkreis schon zu voll gestellt?  
Viele Bioenergieanlagen sind im Landkreis entstanden – mit negativen Folgen. Jetzt werden auch noch Windkraftanlagen flächendeckend geplant. Ich bin gegen eine Verspargelung der Landschaft. Es müssen die Sicherheitsabstände zu Menschen und Tieren eingehalten werden, um ihre Gesundheit nicht zu gefährden. Ich bin nicht gegen die alternative Stromerzeugung, sie muss nur mit Augenmaß betrieben werden.
 
2. Kreisfusion mit Osterode und Northeim: Ja oder Nein?
Ich  sage Ja zur Kreisfusion. Auch Ja zur großen Fusion! Im Moment können wir die Fusion noch mitgestalten. Wenn wir jetzt nicht handeln, wird uns die Fusion auferlegt, und eine Filetierung der Landkreise wäre zu befürchten. Dies gilt es zu verhindern.
 
3. Berufsbildende Schulen: Zentrale oder dezentrale Angebote?
Es besteht ein ausreichendes Angebot an den Berufsbildenden Schulen, das aus meiner Sicht nicht verändert werden muss.
 
4. Was tun gegen das Ausbluten der kleinen Dörfer?
Die Aufstockung der Landesmittel für spezielle kommunale Vorhaben (zum Beispiel Tante-Emma-Läden im neuen Stil) und die Verbesserung und Erhaltung der Infrastruktur in Dörfern/Städten.
 
5. Ständig Stau auf der Autobahn und dann auf den Ausweichstrecken: Wie bekommt man den Verkehr aus den Wohngebieten?
Die A 7 ist dreispurig ausgebaut. Dies haben wir der jetzigen Landesregierung zu verdanken. Sollte es zu einem Unfall auf der Autobahn kommen, ist ein Stau nicht zu verhindern. Die Nebenwirkungen sind sicherlich, dass der Verkehr über Nebenstrecken (Bundesstraße und Landesstraße) läuft.
 
6. Bildungspolitik: Welche Schulform hat Zukunft?
Um möglichst viele Schulen in unserem ländlichen Raum zu erhalten, brauchen wir Qualität, Flexibilität und ein angepasstes Schulangebot. Zum Beispiel mit der Einführung der niedersächsischen Oberschule sichern wir den Erhalt von kleineren Schulen im ländlichen Bereich. Im Vordergrund müssen aber das Wohl und die Vorteile unserer Kinder stehen. Ganz nach dem Motto kurze Beine, kurze Wege.
 
7. 380-kV-Leitung: Trotz hoher Kosten in die Erde? Oder dann lieber verzichten?
Die 380-kV-Leitung sollte an Stellen, wo sie zu dicht an den Siedlungen und den einzelnen Wohnhäusern vorbei läuft, in die Erde verlegt werden. Sicherlich ist dieses mit angeblichen höheren Kosten verbunden. Aber im Vordergrund muss immer die Gesundheit für Mensch und Tier stehen.
 
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