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Sieben Fragen an sieben Kandidaten Sieben Fragen an Eckhard Fascher (Linke)

Landtagswahl Sieben Fragen an Eckhard Fascher (Linke)

Windräder und Bioenergie, Kreisfusion ja oder nein, Autobahnstaus und überlastete Ausweichstrecken, Schulpolitik, Bekämpfung von Kriminalität - das Tageblatt hat den Landtagskandidaten der Wahlkreise 15, 16, 17 und 18 sieben Fragen gestellt. Hier die Antworten von Eckhard Fascher (Linke).

 
1. Windräder und Bioenergieanlagen: Ist der Landkreis schon zu voll gestellt?  
Nein, wir brauchen so schnell wie möglich eine vollständige Umstellung auf regenerative Energien. Es muss aber ein verantwortungsvoller Ausbau erfolgen, bei dem der Naturschutz Beachtung finden muss. Vor allem ist auch der Ausbau der Photovoltaik voranzutreiben. Bioenergieanlagen müssen primär mit landwirtschaftlichen Abfallprodukten betrieben werden.
 
2. Kreisfusion mit Osterode und Northeim: Ja oder Nein?
Nein, das Hauptargument für die Fusion ist Arbeitsplatzabbau in den Verwaltungen durch erhoffte Konzentrationen, dass ist kontraproduktiv. Eine Kreisfusion würde nur zu bürgerfernen, für Bürger und ehrenamtliche Kreistagsabgeordnete unüberschaubaren Einheiten führen. Durch Fusionen wird die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen nicht gelöst, diese brauchen mehr Einnahmen.
 
3. Berufsbildende Schulen: Zentrale oder dezentrale Angebote?
Im Interesse der Berufsschüler brauchen wir dezentrale Angebote und den Erhalt der Berufsschule Duderstadt. Wohnort, Ausbildungsplatz und Berufsschule müssen in räumlicher Nähe liegen. Dies erleichtert auch das Zusammenwirken zwischen Berufsschule und heimischer Wirtschaft.
 
4. Was tun gegen das Ausbluten der kleinen Dörfer?
Wir brauchen eine Wirtschaftsförderung für neue Arbeitsplätze. Für das Eichsfeld und den südlichen Kreis würde sich die Förderung des Tourismus, der ökologischen Landwirtschaft und der lokalen regenerativen Energieversorgung anbieten. Ein ausreichender bezahlbarer ÖPNV und die Stärkung der Infrastruktur (z.B. gesundheitliche Versorgung, Einkaufsläden) würden die Dörfer attraktiver machen.
 
5. Ständig Stau auf der Autobahn und dann auf den Ausweichstrecken: Wie bekommt man den Verkehr aus den Wohngebieten?
Die derzeitige Planungs- und Verkehrspolitik sorgt dafür, dass der Autoverkehr immer mehr zunimmt. Die Antwort kann nicht heißen, neue Straßen zu bauen, sondern der öffentliche Fern- und Nahverkehr muss ausgebaut, kostengünstig und dadurch attraktiver werden. Dann muss so geplant werden, dass Wohnen, Arbeiten und Freizeit immer weniger auseinander fallen.
 
6. Bildungspolitik: Welche Schulform hat Zukunft?
Die einzige Schulform mit Zukunft ist die Integrierte Gesamtschule. Sie ermöglicht das gemeinsame Lernen aller Kinder, kann soziale Unterschiede am besten auffangen und lässt kein Kind zurück. Das überkommene gegliederte Schulsystem sortiert aus und stempelt ganze Gruppen von Kindern zu späteren prekär Beschäftigten oder Erwerbslosen.
 
7. Angst vor (Beispiel) ausländischen Banden: Wie wollen Sie Kriminalität bekämpfen?
Kriminalität hat strukturelle Ursachen. Wir brauchen geförderte Beschäftigung vor allem für junge Menschen, damit diese eine Lebensperspektive haben und nicht in die Kriminalität abrutschen. Die Gesetze sind ausreichend, härtere Strafen haben beispielsweise bei ausländischen Banden keine Wirkung. Hier hilft nur eine unter besseren Bedingungen arbeitende und gut ausgestattete Polizei.
 
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