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Silvester im Wohnmobil an der Eiswiese

Fern der Böllerei Silvester im Wohnmobil an der Eiswiese

Kein dichtes Gedränge, keine Knallerei, kein Besäufnis: Am Wohnmobilhafen vor dem Badeparadies Eiswiese ist es an Silvester ruhig zugegangen. Zwölf Wohnmobile verbrachten den Jahreswechsel dort.

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Ruhiger Jahreswechsel an der Eiswiese.

Quelle: Heller

Göttingen. Aus der Ferne schallen dumpf gelegentliche Böller herüber, ansonsten ist es still, fast unbelebt auf dem Wohnmobilhafen. Zwischen zwei Wagen eine Szene, die man mit Camping verbindet: Barbara und Thomas Kreuzer sowie Barbaras Vater Horst Pott haben sich dick eingepackt und lassen es sich rund um einen Stehtisch gutgehen – mit echtem Nordhäuser Doppelkorn. Hund Nele liegt friedlich am Boden. Thomas bereitet das Abendessen am Gasgrill vor.

Spontan nach Göttingen

Schon vor Weihnachten sind die drei im heimatlichen Detmold zu einer vierzehntägigen Rundreise aufgebrochen, bevor sie zum ersten Mal nach Göttingen kamen, waren sie im Erzgebirge und im Kyffhäuser. Die Entscheidung, Göttingen anzufahren, sei spontan erfolgt, so Barbara Kreuzer. „Das ist ja gerade das Schöne am Wohnmobil.“ Direkt am Silvestermorgen sind sie angekommen.

Den Trubel und die Knallerei bräuchten sie nicht, auch wegen des Hundes. Außerdem gehe es ihnen darum, viel zu sehen und zu erleben, zu Hause sei man schließlich ständig. Das Wohnmobil „ist wie eine zweite Wohnung“, so Thomas Kreuzer, auch an Wochenenden gehe es oft einfach raus.

Aus Herford in die Sauna

Für Silvester, haben sie sich nichts vorgenommen: „Wir essen gleich lecker und bleiben nachher im Auto.“ Auch, wie lange sie in Göttingen bleiben, wird spontan entschieden. Fahrräder für Ausflüge in die Umgebung haben sie jedenfalls dabei.

Auch Heiko und Yvonne Breder kommen aus Nordrhein-Westfalen, genauer aus Herford, und sind das erste Mal mit dem Wohnmobil hier. „Eigentlich wären wir ins Sauerland gefahren“, sagt Yvonne, „aber wir wollten Silvester etwas mit meiner Schwester, ihrem Mann und ihrer fünfjährigen Tochter unternehmen. Spaßbäder kommen da gut an, also haben wir uns Göttingen rausgesucht.“ Nur die Nichte samt Familie ist dann doch kurzfristig nicht gekommen.

Reisemobilhafen Eiswiese

„Die Erfolgsstory geht weiter“, sagt Holger Rudolph von der Göttinger Sport und Freizeit GmbH, die den Wohnmobilhafen verwaltet. „Auch im elften Jahr in Folge konnten die Besucherzahlen auf dem Reisemobilhafen gesteigert werden.“ Die Steigerung liege trotz des bereits sehr hohen Niveaus bei drei Prozent im Jahr 2016: 8300 Reisemobile nutzten die Stellplätze. Das entspricht rund 23 Reisemobilen am Tag, was einer durchschnittlichen Auslastung von 82 Prozent entspreche, so Rudolph.

28 Stellplätze

Mit 1225 Reisemobilen im Juli 2016 gab es auch den höchsten Monatsanteil seit Bestehen des Reisemobilhafens, am 29. Juli gab es zudem mit 52 gezählten Reisemobilen den höchsten Tagesbesuch im Jahr 2016. Im kommenden Jahr soll die Attraktivität des Reisemobilhafens durch einen Neubau der Toilettenanlage und die Umgestaltung der Abwasserentsorgung gesteigert werden. Zur Zeit gibt es 28 reguläre Stellplätze und 12 Ausweichplätze auf dem Parkplatz des Badeparadieses Eiswiese. sg

Drei Tage sind sie schon in Göttingen, die Saunalandschaft der Eiswiese wurde bereits genossen, auch eine Stadtführung haben die beiden schon mitgemacht. „Und am Ende haben wir festgestellt, dass es sich um eine private Führung handelte und nicht um die, für die wir Karten besorgt hatten“, sagt Heiko. Informativ und unterhaltsam war sie trotzdem.

Für Silvester haben sie das Fondueset eingepackt, „Böllergedöns“ muss es nicht sein, meint Yvonne. Vor allem wegen Hund Findus. „Vor drei Jahren ist er uns kurz vor Silvester nach einem Böllerknall verschreckt weggelaufen“, erzählt Heiko. „Zum Glück haben wir ihn am nächsten Tag wiedergefunden. Aber das war für uns der ausschlaggebende Grund, weshalb wir Silvester außerhalb und abseits des Knallens verbringen wollen.“ Das dritte Jahr in Folge inzwischen. „Silvester ist für uns, für fünf Minuten bei der Eiseskälte rausgehen und eine Wunderkerze anzumachen.“

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