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Jung und Alt treffen sich am Göttinger Skatepark

Skateboard fahren: Keine Frage des Alters Jung und Alt treffen sich am Göttinger Skatepark

Mitte der 80er-Jahre war es ein kleines Grüppchen Göttinger, das sich irgendwo in der Stadt traf. "Mal am Feuerlöschteich, mal an der Uni, mal auf der alten Halfpipe", sagt Torsten Bussmann. Damals: Junge Männer auf Skateboards. Heute: Gestandene Männer auf Skateboards.

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Quelle: Wenzel

Göttingen. Strahlender Sonnenschein. Ein paar Kinder, Jugendliche und Skateboardfahrer mit bereits mehr oder weniger leicht angegrauten Haaren drehen ihre Runden, schwatzen am Rand. Die Männer kennen sich seit 30 Jahren. Heute treffen sie sich nicht mehr irgendwo in der Stadt sondern am Skatepark Göttingen.

"Damals wurden wir ja überall verscheucht", erinnert sich Bussmann. Der langjährige Radiomoderator vom Stadtradio ist einer, der In Göttingen geblieben ist. Anders Marco Schrader, der seit vielen Jahren in Hamburg lebt. "Über Weihnachten kommen ja einige der alten Freunde zurück nach Göttingen um die Eltern zu besuchen", sagt Schrader.

Sportsfreunde von damals wieder zusammen gefunden

Ein idealer Zeitpunkt, die Recken von damals zusammen zu trommeln und ein paar Runden auf dem Board zu drehen. Sie freuen sich über den Park, denn es habe ja sehr lange gedauert, bis er gebaut wurde. "Dafür aber richtig", sagt Schrader begeistert. Über eine Facebookgruppe haben die Sportsfreunde von damals wieder zusammen gefunden.

Was viele von Ihnen vereint: Die Freude am Sport und ein gewisser Lebensstil; die Lässigkeit von damals haben sie sich bewahrt. "Im Sommer haben wir eine Revival-Party gefeiert, organisiert von Daniel Ristau", sagt Schrader. Rund 40 alte Skatefreunde rückten an, zwei Bands spielten.

"Ganz großes Kino". Viele der Freunde von damals haben heute Kinder, die ihre Leidenschaft für Skateboards teilen. Schrades Sohn Paul ist noch ein wenig zu jung fürs Skatebordfahren, er lenkt seinem kleinen Roller aber schon fast schon so sicher durch die Bahnen, wie der Vater sein Board.

"Einige Jahre lang hatte ich wenig Praxis"

"Ich habe mein Board immer im Auto", erzählt Schrader, der beruflich viel unterwegs ist. "Einige Jahre lang hatte ich wenig Praxis", sagt er. Seit ein paar Jahren trainiert er wieder regelmäßig. "Man braucht schon etwas Praxis", sagt er. Marco Raasch und José (Ronny) Neumann sind über all die Jahre regelmäßig auf ihr Skateboard gestiegen.

Seit dem es den Skatepark am Schützenplatz gibt, haben sie einen Treffpunkt, den junge und ältere Fahrer nutzen.  Skateboard fahren, das hat heute nichts mehr mit dem Alter zu tun, es ist eine Art Lebenseinstellung. Allerdings legt Schrader keinen so großen Wert mehr darauf, alle möglichen Moves zu beherrschen, das überlässt der den jüngeren Fahrern. Es geht um Spaß, Sport und diesen bestimmten Skater-Spirit.  "Regeln gibt es hier nicht", sagt Schrader. "Das ist ja das Schöne."

Sportsfreunde von damals und ihre Kinder treffen sich am Göttinger Skatepark

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