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Smartphone für Abo-Fallen sperren

Drittanbietersperre Smartphone für Abo-Fallen sperren

Immer häufiger werden Besitzer von so genannten Smartphones mit unerwarteten Rechnungsposten hereingelegt. So tauchen auf zahlreichen Mobilfunkrechnungen von Verbrauchern immer wieder Abbuchungen für Aboverträge auf, beispielsweise ein SMS-Abo oder sonstige Dienste wie Videopauschalen.

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Göttingen . Dies bestätigte auch eine nicht repräsentative Online-Befragung der Verbraucherzentrale Niedersachsen im Frühjahr dieses Jahres.

Unwissentlich sind schon zahlreiche Smartphone-Besitzer in der Kostenfalle gelandet, weil sie unbeabsichtigt auf ein Werbebanner oder auf eine sich öffnende Internetseite getippt haben. Für diese vermeintliche Dienstleistung erhält der Verbraucher aber die Rechnung nicht vom Anbieter, erklärt Kathrin Körber, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale in Göttingen: „Die sogenannte Drittanbieterleistung wird über die monatliche Mobilfunkrechnung eingezogen.

Viele können mit den unbekannten Namen nichts anfangen und auch die Rechnungsposition nicht nachvollziehen.“

Um sich vor ungewollten Kosten zu schützen, können Handybesitzer vom Mobilfunkanbieter kostenfrei eine Drittanbietersperre einfordern, rät Körber. Über diesen Anspruch müssten die Telekommunikationsanbieter seit Mai 2012 Verbraucher in umfassender und leicht zugänglicher Form informieren.

Die Verbraucherbeschwerden und die Neuregelung waren Anlass für die Verbraucherzentrale Niedersachsen, die Webseiten einiger Mobilfunkanbieter hinsichtlich der neuen gesetzlichen Pflicht zu überprüfen. Das Ergebnis: Allein Telekom und Vodafone haben ihre Informationspflichten für den Verbraucher vollständig und leicht verständlich umgesetzt.

Bei der Telekom gibt es allerdings einen Haken: Zwar wird eine differenzierte Sperre nach verschiedenen Kategorien vorgenommen, allerdings bestimmen die Drittanbieter selbst, wo sie eingruppiert werden möchten. Körber: „Hat der Dienste-Anbieter beispielsweise sein Produkt dem nicht gesperrten Business-Dienst zugeordnet, entstehen dem Verbraucher dennoch ungewollte Kosten.“

Einige Anbieter müssen dringend nachbessern, erklärt die Verbraucherschützerin: So muss O2 die für den Geschäftskundenbereich dargestellten Informationen auch in den Privatkundenbereich stellen. Dazu ist das Unternehmen verpflichtet. E-Plus, Base und 1&1 haben die Anforderungen des Telekommunikationsgesetzes nur mäßig bis gar nicht umgesetzt.

Sie informieren zwar über Drittanbieter im Allgemeinen. Es unterbleibt jedoch die wichtige Erklärung, wie der Verbraucher eine Sperre einrichten lassen kann, um sich vor überraschenden Drittanbieterpositionen auf der Rechnung zu schützen.

Körber: „Es wundert uns nicht, dass viele Verbraucher häufig erst durch unsere Beratung von der Sperrmöglichkeit erfahren und nur wenige bereits entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben.“, Hinzu komme, dass einigen Handynutzern unter Umständen auch die Begriffe Drittanbieter oder Drittanbietersperre unbekannt sind. Dies führt dazu, dass selbst die besten Informationen auf einer Internetpräsenz wenig nützen, wenn man nicht weiß, wonach man suchen soll.

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