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So wenige Spätaussiedler wie noch nie zuvor

Bescherung im Grenzdurchgangslager So wenige Spätaussiedler wie noch nie zuvor

Die Atmosphäre war anders als in vergangenen Jahren. Nicht nur wegen der zusätzlichen Übersetzungen ins Afghanische und Arabische. Weihnachtsfeier im Grenzdurchgangslager Friedland – da strahlten früher helle Kinderaugen, da erklangen deutsche Weihnachtslieder mit unverkennbar russichem Akzent. Diesmal dominierten junge Männer mit dunklen Haaren hinter den weihnachtlichen Präsenttüten.

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Bescherung im Grenzdurchgangslager: Innenminister und Bischof helfen mit beim Geschenkeverteilen.

Quelle: Vetter

Friedland. Nur noch 24 Spätaussiedler leben derzeit im Grenzdurchgangslager. Dabei ist es seit dem Sommer völlig ausgelastet. Durchgängig 580 Menschen wohnen hier. Doch der Anteil der Deutschstämmigen nimmt stetig ab. In diesem Jahr kamen erstmals weniger als 2000 aus Russland und Kasachstan. Genau 1830 waren es bisher, dazu lediglich 30 jüdische Immigranten.

Es dominieren mehr und mehr die Asylbewerber aus Syrien, Afghanistan, Irak, Pakistan und Georgien, die seit zwei Jahren auch aufgenommen werden. In diesem Jahr waren es 2300, die in Friedland ankamen, um Asylanträge zu stellen. Zusammen mit den 300 Resettlement-Flüchtlingen, also Flüchtlinge, die das Hilfswerk der Vereinten Nationen anerkannt und nach Europa geschickt hat, wurden 4560 Menschen im Laufe dieses Jahres in Friedland versorgt.

An die rund 100 Mitarbeiter, die diese Arbeit leisten, sprach Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) gestern seinen Dank aus. Und er betonte, dass die sogenannten Wegweiserkurse, die auch Asylbewerbern offen stehen, gut angenommen werden. 567 Absolventen waren es bisher. Kurse nach Friedländer Vorbild sollen jetzt auch in anderen Asyl-Anlaufstellen des Landes in Bramsche und Braunschweig angeboten werden.

Schünemann verschwieg auch Probleme nicht: eine „Straftatenfülle“ durch Georgier, die „bisher nicht gekannt und nicht akzeptiert“ worden sei. Derzeit allerdings gebe es eine „relative Ruhe“. Aktuell leben 30 georgische Asylbewerber in Friedland. Im Dezember wurden ihnen aber lediglich zwei Straftaten zugeordnet.

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