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Sollen Gauß und Weber am Göttinger Wall banklos bleiben?

Die Grünen kritisieren „Vertreibung von Subkulturen“ Sollen Gauß und Weber am Göttinger Wall banklos bleiben?

Sie sind auf ihrem Sockel täglich ins Gespräch vertieft: Carl Friedrich Gauß und Wilhelm Weber, die Erbauer des ersten Elektromagneten, von Ferdinand Hartzer (1838-1906) in Bronze gegossen und von der Stadt auf den Wallanlagen an der Bürgerstraße aufgestellt. In ihrem Umfeld standen Sitzbänke, die vor etwa zwei Jahren abgebaut wurden.

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Als Treffpunkt unattraktiv: Die Bank im Umfeld des Gauß-Weber-Denkmals ließ die Stadt abbauen.

Quelle: Vetter

Göttingen. Und zwar zum Ärger von Bündnis 90/Die Grünen ersatzlos und mit Hintergedanken. Im Rat der Stadt hat die Fraktion jetzt beantragt, die Bänke im Frühjahr wieder aufzustellen.

Der Grund für die Demontage, so umschrieb es Katrin Reuter (Bündnis 90/Die Grünen, liege in der Vertreibung von „Menschen gesellschaftlicher Randgruppen oder Subkulturen“. Das passe nicht zum Bild „einer offenen Stadt und zu einer von kultureller und gesellschaftlicher Vielfalt geprägten Realität“.

Zudem, so heißt es in der Begründung der Fraktion weiter, fehlten die Bänke auch den Spaziergängern für Ruhepausen am Denkmal.

Hundetreffen verhindern

Dass erwähnte Randgruppen zur Stadt gehören, betonte während der Ratssitzung Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD). Zugleich bestätigte er den Grund für den Abbau: die Treffen besagter Göttinger inklusive ihrer vielen Hunde bei Gauß und Weber zu verhindern.

Die Ansammlung der Menschen und Tiere sowie deren hinterlassener Unrat habe offenbar viele Besuchergruppen der Universität und anderer wissenschaftlicher Einrichtungen abgeschreckt, das Denkmal bei Stadtführungen zu besuchen. Aus diesem Umfeld habe es viele Beschwerden gegeben, „deshalb haben wir die Bänke bewusst abgebaut und möchten sie auch nicht wieder aufstellen“.

Tobias Schleuß (Piratenpartei) ergänzte den Antrag der Grünen um einen Prüfauftrag: Die Verwaltung möge einen Vorschlag ausarbeiten, wo im Umfeld des Denkmals eine öffentliche Toilette aufgestellt werden könnte. Auf Vorschlag von SPD und Linken wurde der Antrag in den Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten überwiesen.

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Einrichtung weiterer Ortsräte
Neues Rathaus am Hiroshimaplatz.

Mit der Einrichtung weiterer Ortsräte, etwa für die Stadtteile Holtenser Berg und Leineberg, soll sich auf Wunsch des Rates der Stadt der Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten, Integration und Gleichstellung befassen. „Wir müssen den Bürgern die Möglichkeit geben, ein demokratisch gewähltes Gremium als Interessenvertretung zu bekommen“, begründete am Freitag Rolf Becker (Bündnis 90/Die Grünen) den Antrag seiner Fraktion.

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