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Zauberei auf dem Nikolaikirchhof

Etwa 500 Gäste beim Sommerbrise-Theaterfestival Zauberei auf dem Nikolaikirchhof

Zauberei, Pantomime, Mitmachaktionen: Die Plätze auf den Stufen an der Nikolaikirche waren voll besetzt: Das Sommerbrise-Theaterfestival des Vereins Domino haben am Sonntag mehr als 500 große und kleine Gäste besucht.

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Quelle: Heller

Göttingen. “Willkommen, willkommen”, sagte Moderatorin Lia A. Eastwood zu Beginn des Festivals. Die ganz in Knallorange gekleidete kleine Frau mit orangefarbener Perücke führte durch das Programm - und sie war nicht zu übersehen. “Es wurden schon Wetten abgeschlossen, in welcher Farbe ich dieses Mal auftrete”, erzählte sie. Bereits zum sechsten Mal organisierte der Verein, in dem unter anderem Freie Theatergruppen zusammengeschlossen  sind, das Open-Air-Festival für Familien auf dem Nikolaikirchhof. Und Eastwood tritt immer in einer Farbe auf.

Unterschiedliche Aufführungen gab es vor und in der Nikolaikirche. “Die Kirche war schon beim ersten Stück voll besetzt”, sagte Eastwood. Nach dem verregneten Sonnabend hatten die Theatermacher am Sonntag Glück, sie konnten ihr Programm im Trockenen und bei Sonnenschein feiern. “Das Festival heißt Sommerbrise, weil wir schönes Wetter haben”, sagte die Moderatorin zur Begrüßung unter blauem Himmel.

Die Familien flanierten über den Platz, ließen sich Waffeln, Kaffee und Suppen schmecken. Für die Kinder gab es außer den Aufführungen auch ein Programm, das den ganzen Nachmittag über angeboten wurde. In einem Zelt konnte sich der Nachwuchs schminken lassen, in einem anderen basteln. In einem dritten Zelt lagen unter anderem Bücher zum Vorlesen bereit.

Draußen auf dem Platz standen zahlreiche Spiele wie beispielsweise Jakkolo oder ein Fingerschnipp-Spiel zur Verfügung. Darin probierte sich Tom, der die kleinen Holzklötzchen ins Ziel schnippte. Als dann aber Zauberer Hannes Lülf seine „Zaubershow” begann, saß Tom ganz schnell in der zweiten Reihe. “Na, wer hat aufgepasst?”, fragte  ihn der Zauberer. “Wo ist der Ball?”. “Unter dem Hut”, sagte der Junge. Richtig, aber plötzlich waren es drei Bälle.

Die Kinder fiebern beim Auftritt des Zauberers eifrig mit. “Wer möchte mir helfen”, fragte Lülf, und viele Finger gingen nach oben. Ronja durfte dann nach vorne und selber einen der Zauberbälle in ihrer Hand verstecken. Der Trick: Als das Mädchen die Hand wieder öffnete, waren es zwei Bälle. Lülf hatte seine kleinen Fans schnell auf seiner Seite, und auch den Eltern machte der Auftritt bei Sonnenschein sichtlich Freude.

Lülf ließ gleich zu Beginn seiner Show ein Glas voll Milchkaffee unter einem Tuch verschwinden. Beim dritten Trick stand das halbgefüllte Glas plötzlich unter seinem Zylinder. Der Applaus der Zuschauer war ihm dafür sicher.

“Ganz toll” fand auch der kleine Leano das Festival. Der sechsjährige Junge mit der Schiebermütze wurde nämlich von den Pantomimen-Spielern des “Café Tullio” nach vorne gebeten. Die beiden Schauspieler, die unter großen weißen Masken mit weißem Haar versteckt waren, backten Crêpes vor ihrem und für ihr Publikum.

Helfen durften einige Kinder, die den Crêpe mit Schokosoße dann auch behalten durften. Leano musste den Pfannkuchen gemeinsam mit dem Schauspieler wenden und dazu mit Schwung  aus der Pfanne werfen und wieder auffangen. Aktion geglückt - glückliches Kind. “Die haben mich ausgesucht und die Hand nach mir ausgestreckt”, erklärte Leano seinen Auftritt.  Leanos kleiner Bruder, der vierjährige Dajan, wollte nun auch einen Pfannkuchen haben.

Familie Decavete hatte Spaß beim Festival. “Wir haben doch auch schon einmal zu Hause Pfannkuchen geworfen, bei mir blieb er unter der Decke kleben”, scherzte die Mutter der beiden Jungen. Dajan allerdings hatte Pech, als er sich mit seinem Vater nach vorne gekämpft hatte, war der Auftritt der Gruppe MATZ. vorüber. MATZ. ist ein Bremer Maskentheater für Bühnen-, Straßen- und Parkinszenierungen. Die Trauer über den entgangenen Crêpe war aber schnell vorbei: Schon zog Dajan seinen Vater zur nächsten Attraktion.

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