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Stadt Göttingen kündigt Deutscher „Vollzug des Aufenthaltsgesetzes“ an

Verwirrendes Behördenschreiben Stadt Göttingen kündigt Deutscher „Vollzug des Aufenthaltsgesetzes“ an

Rein gar nichts konnte Rutade Ahlborn mit dem Schreiben anfangen, das kürzlich in ihrem Briefkasten steckte. Die Stadt Göttingen bat „zur nächsten Vorsprache“. Es gehe um den „Vollzug des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG)“.

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Kurz und missverständlich: Dieses Schreiben hat Ahlborn verärgert.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Sie möge bitte „dieses Anschreiben“, die „Vollmacht zur Abholberechtigung“ und einen Pass mitbringen. „Hinderungsgründe“ seien „bitte sofort“ mitzuteilen. Absender: die Ausländerbehörde der Stadt.

Erklären konnte sich Ahlborn das Ansinnen der Göttinger Stadtverwaltung nicht: Schließlich wurde sie vor 64 Jahren als Deutsche geboren, blieb deutsch und ist es bis heute – ununterbrochen. Von einem Entzug ihrer Staatsbürgerschaft war Rutade Ahlborn auch nichts bekannt.

Für die 64-Jährige die einzig plausible Erklärung: Ihr ungewöhnlicher Vorname Rutade könnte bei der Behörde zu falschen Vermutungen geführt haben.

Das aber war es nicht, erläutert Stadt-Sprecher Detlef Johannson. Die städtischen Unterlagen förderten zutage, dass Ahlborn eine Vollmacht für eine gute Freundin besitzt, gegebenenfalls Verwaltungsangelegenheiten für sie zu erledigen.

Die Freundin ist türkische Staatsangehörige, hält sich derzeit aber in ihrer Heimat auf. Davon wusste die Ausländerbehörde und schrieb statt der Türkin die Inhaberin der Vollmacht an.

Nach der Tageblatt-Rückfrage bei der Stadt war die Sache zwar aufgeklärt, Ahlborns Ärger deshalb aber noch nicht verflogen. Sie versteht nicht, weshalb die städtische Ausländerbehörde ein Schreiben mit derartigen spartanischen Informationen verschickt.

Wäre der Name ihrer Freundin in dem Schreiben vermerkt gewesen, wäre der Sachverhalt klar gewesen. Und auch, wenn ihr mitgeteilt worden wäre, worum es in der „nächsten Vorsprache“ überhaupt gehen sollte.

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